ROME Umsetzung

Aus Fachkompetenzen zu E-Learning in Mecklenburg-Vorpommern

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ROME Umsetzung bezeichnet die vierte Phase des Vorgehensmodells ROME - Rostocker Modell zur systematischen Entwicklung von E-Learning-Angeboten. Der Entwicklungsprozess wird im Rostocker Modell durch folgende Phasen beschrieben: Phase 1: Analyse, Phase 2: Rahmenkonzept, Phase 3: Detailkonzepte, Phase 4: Umsetzung, Phase 5: Einführung und Phase 6: Durchführung.

In der Phase »Umsetzung« im Vorgehensmodell ROME wird das in den vorhergehenden Phasen konzipierte E-Learning-Angebot umgesetzt, indem einzelne Lehr-/Lernmedien erstellt und zu Lehr-/Lernmaterialien zusammengefasst werden:

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Umsetzung planen

Im Vorgehensschritt Umsetzung planen wird ein Plan für die Umsetzung von Lehr-/Lernmaterialien und einzelnen Lehr-/Lernmedien erstellt. Ausgehend vom Detailkonzept Lehr-/Lernmaterialien identifizieren Anforderungsmanager und Konzepter die zu erstellenden Lehr-/Lernmedien und legen eine Reihenfolge für deren Umsetzung fest. Der Mediendesigner erarbeitet die erforderlichen Gestaltungsvorgaben und wird dabei ggf. vom IT-Entwickler unterstützt.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung V4.1 Umsetzung planen
Ziel Die zu erstellenden Lehr-/Lernmedien sind identifiziert und es ist eine Reihenfolge

zu ihrer Umsetzung und der Zusammenstellung von Lehr-/Lernmaterialien festgelegt. Gestaltungsvorgaben für die Erstellung von Lehr-/Lernmedien und Lehr-/Lernmaterialien liegen vor.

Aktivitäten
  • Identifikation einzelner, zu erstellender Lehr-/Lernmedien (Texte, Grafiken, Fotos, Videos, Animationen, Audios oder BLOBs) auf Basis des Detailkonzeptes Lehr-/Lernmaterialien und ihre Beschreibung (Inhalt, Verweise, Medientypen, Medienformate, Werkzeuge etc.)
  • Festlegen einer Reihenfolge zur Umsetzung der Lehr-/Lernmedien, ihrer Zusammenstellung zu Lehr-/Lernmaterialien sowie zur Zusammenstellung des gesamten E-Learning-Angebotes (Umsetzungsplan) einschließlich Nachnutzbarkeits- und Synergieanalyse
  • Ggf. Erstellung von Drehbüchern
  • Definition von Vorgaben für die Umsetzung, einschließlich
    • Gestaltungsvorgaben für Lehr-/Lernmaterialien (Interaktions-, Screen- und Printdesign) und Lehr-/Lernmedien (inhaltliche, gestalterische, technische, rechtliche Vorgaben, etc.)
    • Entwicklung von Prototypen und Vorlagen (Templates)
  • Berücksichtigung von Corporate Design, Usability, Accessibility, Gender Mainstreaming
Eingehende Artefakte
Entstehende Artefakte
Methoden
Rollen
Phase ROME Umsetzung
Vorhergehender Vorgehensschritt -
Nachgehender Vorgehensschritt Lehr-/Lernmedien erstellen

[bearbeiten] Ratgeber

Ziel des Vorgehensschritts »Umsetzung planen« ist die Erarbeitung eines detaillierten Umsetzungsplans, der die für das E-Learning-Angebot erforderlichen Lehr-/Lernmedien (zum Beispiel einzelne Texte, Grafiken oder Animationen) bestimmt und adäquat beschreibt. Weiterhin wird die Gestaltung der Lehr-/Lernmaterialien und einzelner Lehr-/Lernmedien festgeschrieben, indem Gestaltungsvorgaben entwickelt und geeignete Vorlagen erarbeitet werden.

Ausgangspunkt für diesen Vorgehensschritt ist das Detailkonzept Lehr-/Lernmaterialien, in dem jedem Modul des E-Learning-Angebotes ein oder mehrere Lehr-/Lernmaterialien zugeordnet sind, zum Beispiel kann für ein Modul, dass die Lösung einer Aufgabe erfordert, ein Arbeitsblatt mit der Aufgabenstellung und ein (Teil eines) WBT bereitzustellen sein. Die Lehr-/Lernmaterialien wiederum bestehen aus einzelnen Lehr-/Lernmedien, zum Beispiel kann das WBT aus einzelnen Texten, Bildern, Grafiken und Animationen bestehen.

Zur Planung der Umsetzung werden die folgenden Aktivitäten ausgeführt:

  • Identifikation zu erstellender Lehr-/Lernmedien
Das Detailkonzept Lehr-/Lernmaterialien wird durchmustert und jedes einzelne zu erstellende bzw. anzupassende Lehr-/Lernmedium wird identifiziert, mit einem eindeutigen Namen versehen und beschrieben. Es wird ein Verweis auf das Lehr-/Lernmaterial erfasst, welches das Lehr-/Lernmedien enthält. Weiterhin werden der Medientyp (Text, Bild, Audio, Video, etc.) das Medienformat (GIF, JPG, MP3, etc.) und der Produzent (Mediendesigner, IT-Entwickler, externe Dienstleister) festgelegt. Sind während der Umsetzung bestimmte Bedingungen einzuhalten oder bestimmte Tests auszuführen, so werden diese hier ebenfalls festgeschrieben. Alle in Bezug auf einzelne Lehr-/Lernmedien oder Lehr-/Lernmaterialien erhobenen Daten werden während der gesamten Phase »Umsetzung« in der Medienablage gehalten, aktualisiert und ergänzt.
  • Festlegen einer Umsetzungsreihenfolge
Nachdem jedes einzelne zu erstellende Lehr-/Lernmedium ermittelt ist, kann eine Reihenfolge für die Umsetzung festgelegt werden. Gleichartige Medientypen können gebündelt produziert und für die Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt werden. Es werden Abhängigkeiten ermittelt, Synergien identifiziert, die erforderlichen Konsequenzen gezogen und in die Umsetzungsreihenfolge eingearbeitet. Zum Beispiel kann eine Grafik sowohl im WBT als auch in einem Arbeitsblatt für die Präsenzveranstaltung verwendet werden; sie würde dann nur einmal in der für den Druck erforderlichen höheren Auflösung produziert und für das WBT entsprechend angepasst werden.
  • Erstellung von Drehbüchern
Für einige Lehr-/Lernmedien kann die Erstellung spezifischer Umsetzungskonzepte in Form von Drehbüchern erforderlich sein. Zum Beispiel wird für die Umsetzung eines Videos an dieser Stelle ein Videodrehbuch erstellt, das neben den Inhalten und Szenen auch Sprecher, Darsteller und Orte enthält. Für andere Lehr-/Lernmedien oder Lehr-/Lernmaterialien, zum Beispiel komplexe Animationen oder auch Lernspiele, ist ggf. die Dokumentation der auszuführenden Arbeiten in einem Pflichtenheft erforderlich. In diesem Pflichtenheft wird präzise, vollständig und nachvollziehbar beschrieben, wie das zu erstellende Produkt beschaffen ist, für welche Einsatzbereiche es gedacht ist, welchen Anforderungen es genügen soll, über welche Funktionen es verfügt, für welche Betriebsumgebung es vorgesehen ist, etc.
  • Gestaltungsvorgaben
Für Lehr-/Lernmaterialien, ggf. auch für einzelne Lehr-/Lernmedien werden Gestaltungsvorgaben entwickelt und abgestimmt. Sie legen fest, mit welchen Schriften, Farben, Anordnungen, Abständen oder sonstigen Gestaltungselementen die Lehr-/Lernmaterialien bzw. Lehr-/Lernmedien umgesetzt werden. Weiterhin sollten sie Festlegungen zu Formulierungen, zu verwendenden Begriffen und Metaphern, sozio-kulturellen Bezügen und technischen Parametern enthalten. Die Gestaltungsvorgaben werden je nach Kontext in Form von Richtlinien, Styleguides, Stylesheets, Checklisten oder in anderen Formaten erfasst und in der Medienablage bereitgestellt.
  • Entwicklung von Prototypen und Vorlagen
Es muss bereits bei der Umsetzungsplanung berücksichtigt werden, dass von einzelnen Lehr-/Lernmedien oder Lehr-/Lernmaterialien ggf. Prototypen zu erstellen sind, die eine Erprobung der geforderter Eigenschaften ermöglichen. Die Erstellung und Bewertung der Prototypen sollte vor Bearbeitung der nachfolgenden Vorgehensschritte durchgeführt werden, da die Ergebnisse der Erprobung Einfluss auf die Umsetzungsreihenfolge haben können. Für andere Lehr-/Lernmedien oder Lehr-/Lernmaterialien ist ggf. die Bereitstellung von Vorlagen erforderlich. Zum Beispiel können Vorlagen für einzelne Bildschirmseiten eines CBT erstellt werden in die dann die einzelnen Texte und Bilder nur noch eingefügt werden müssen. Auch Prototypen und Vorlagen werden in der Medianablage bereitgestellt.
  • Corporate Design, Usability, Accessibility und Gender Mainstreaming

Mit dem Begriff Corporate Design werden Vorgaben des Auftraggebers hinsichtlich zu verwendender Logos, Farben, Schriften, etc. bezeichnet. Es wird verwendet, um die Wiedererkennung und die Assoziation mit dem Auftraggeber zu gewährleisten. Mit dem Begriff Usability wird ganz allgemein die Gebrauchstauglichkeit eines Objektes bezeichnet. Im Zusammenhang mit Computern wird dieser Begriff hauptsächlich für die Gestaltung der Benutzungsoberfläche und für die Möglichkeiten zur Interaktion zwischen Mensch und Computer verwendet. Durch die Einhaltung grundsätzlicher Usability-Kriterien werden die Gebrauchstauglichkeit und damit die Verwendbarkeit von Lehr-/Lernmaterialien gesichert. Der Begriff Accessibility lässt sich in etwa als »Zugänglichkeit« übersetzen. Dadurch soll der computerunterstützte Zugang zu Informationen ganz allgemein und zu Lehr-/Lernmaterialien im Besonderen auch für Menschen mit Behinderungen ermöglicht werden. Die »Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BITV)« regelt zum Beispiel die entsprechenden Anforderungen für Angebote von Bundesbehörden der Bundesrepublik Deutschland. Aber auch für alle anderen Angebote ist die Berücksichtigung der entsprechenden Aspekte empfehlenswert. So wird zum Beispiel durch die Kennzeichnung von Bildern mit aussagekräftigen alternativen Texten eine Verarbeitung durch Sprachprogramme möglich, mit deren Hilfe sich auch blinde Personen die Lehr-/Lernmaterialien erschließen können. Bei Gender Mainstreaming geht es darum, unterschiedliche Zugänge zu den Lehr-/Lernmaterialien zu ermöglichen, um damit den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten, Vorerfahrungen, Nutzungsgewohnheiten und Vorlieben aller Lernenden gerecht zu werden. Auf die Berücksichtigung von Gender Mainstreaming wird im dritten Kapitel dieses Buches gesondert eingegangen.

Die gestalterischen Vorgaben und Randbedingungen sollten mit dem Auftraggeber abgestimmt werden. Es empfiehlt sich eine möglichst detaillierte Abnahme von bzw. die Einigung auf Designvorgaben, um spätere Konflikte und kostenintensive Anpassungen zu vermeiden.


[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • ANOVA Multimedia Studios GmbH: DREML[1] - Erstellung von Drehbüchern für multimediale Lehr- und Lernsysteme
Es ist ein interaktives Lehr-/Lernsystem über die Erstellung von Drehbüchern für interaktive multimediale Lehr-/Lernsysteme. Es enthält didaktisch aufbereitete Inhalte mit vielen praktischen Beispielen.
  • Mair, Daniel (2004): E-Learning - das Drehbuch. Handbuch für Medienautoren und Projektleiter. Berlin: Springer Verlag
Es ist speziell für Fachautoren und Projektleiter geschrieben und enthält Informationen zu Materialsammlung und zur Erstellung von Drehbüchern.
  • Web Accessability Initiative[2] W3C Web Accessability Guidelines
Es enthält unter anderem Richtlinien für behindertengerechte Webseiten, Autorenwerkzeuge und Webbrowser.
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales[3] Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz
Es ist eine Verordnung, die bei der Gestaltung von Webseiten wie von E-Learning-Angeboten beachtet werden sollte.
  • International Organization for Standardization[4] Information technology - Learning, education and training - Quality management, assuranceand metrics - Part1: General approach
Diese Webpräsenz enthält Vorgaben für die Software-Ergonomie von Multimedia-Benutzungsschnittstellen (ISO 14915) und die Benutzer-orientierte Gestaltung interaktiver Systeme (ISO 13407).
  • VIRTUS Institut für Neue Lehr- und Lernmethoden: Kriteriankatalog für Kompatibilitätskriterien. Eigenverlag (2006)
Es ist eine Hilfestellung für Produzenten modularer Lehr-/Lernmaterialien. Das Material vermittelt Hintergrundwissen und erläutert die Anforderungen.
  • LiNK (E-Learning Content) 2004 beschreibt drei Produktionslinien für multimediale E-Learning-Angebote.
  • Steinbrenner, D., Kajatin, C., Mertens, E.: Naturwissenschaft und Technik- (k)eine Männersache, Rostock: Ingo Koch Verlag 2005
Es ist eine Dokumentation von Tagungen des vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Landesregierung MV geförderten Kompetenzzentrums »Frauen für Naturwissenschaft und Technik«.
  • Wiesner, H. u.a.[5] Leitfaden zur Umsetzung des Gender Mainstreaming in den "Neuen Medien in der Bildung - Förderbereich Hochschule" (2004)
Dies ist ein Leitfaden zur Umsetzung des Gender Mainstreaming in der Hochschule, speziell im Förderprogramm »Neue Medien in der Bildung«.

[bearbeiten] Lehr-/Lernmedien erstellen

Der Mediendesigner und der IT-Entwickler erstellen in diesem Vorgehensschritt in enger Zusammenarbeit mit dem Didaktiker und dem Fachautor alle geplanten Lehr-/Lernmedien und testen sie auf Funktionsfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung V4.2 Lehr-/Lernmedien erstellen
Ziel Ziel: Alle Lehr-/Lernmedien sind erstellt und getestet.
Aktivitäten

Aktivitäten:

  • Erstellung von Lehr-/Lernmedien unter Berücksichtigung der in der Medienablage gehaltenen Vorgaben einschließlich Gestaltungsvorgaben und Vorlagen
  • Recherche von Material bzw. Erzeugung von geeignetem Ausgangsmaterial
  • Bearbeitung des Materials mit Hilfe spezieller Autorenwerkzeuge und Erzeugung der erforderlichen Ausgabeformate
  • Erfassung erforderlicher Metadaten einschließlich Rohdaten einzelner Lehr-/Lernmedien
  • Tests zur Überprüfung der inhaltlichen Korrektheit, einer adäquaten Gestaltung und der technischen Funktionsfähigkeit
  • Ablage aller entstandenen Lehr-/Lernmedien einschließlich beschreibender Informationen sowie der Testergebnisse in der Medienablage
Eingehende Artefakte
Entstehende Artefakte
Methoden
  • Dokumentation, spezielle Methoden aus den Fachgebieten Design und (Medien-) Informatik
Rollen
Phase ROME Umsetzung
Vorhergehender Vorgehensschritt Umsetzung planen
Nachgehender Vorgehensschritt Lehr-/Lernmaterialien zusammenstellen

[bearbeiten] Ratgeber

Die zur Umsetzung des E-Learning-Angebotes benötigten Lehr-/Lernmedien werden in diesem Vorgehensschritt entsprechend dem erarbeiteten Umsetzungsplan entwickelt. Dabei ist die im vorhergehenden Vorgehensschritt festgelegte Reihenfolge zu beachten. Weiterhin sind die in der Medienablage verfügbaren Beschreibungen der Lehr-/Lernmedien sowie die Gestaltungsvorgaben, Prototypen und Vorlagen zu berücksichtigen.

Für jedes einzelne Lehr-/Lernmedien werden prinzipiell die folgenden Schritte ausgeführt:

  1. Im ersten Schritt wird vorhandenes Material recherchiert oder Ausgangsmaterial erzeugt (zum Beispiel durch Fotografieren, Videografieren, Recherche in Bilddatenbanken, Fachbüchern oder Lexika, etc.). Für einige Medientypen, zum Beispiel Fotos und Videos, sind spezielle Aufnahmegeräte erforderlich. Für andere Medientypen, zum Beispiel Texte und Grafiken, werden die in der Medienablage zur Verfügung stehenden Beschreibungen (die ja auf den in vorhergehenden Phasen erhobenen und erarbeiteten Informationen beruhen) als Ausgangspunkt verwendet.
  1. Im zweiten Schritt erfolgt die Weiterbearbeitung der einzelnen Lehr-/Lernmedien mit Hilfe von speziellen Autorenwerkzeugen, zum Beispiel Bildbearbeitungswerkzeugen, Textverarbeitungsprogrammen, Formatumwandlern, etc. Die gestalterische Freiheit wird dabei durch die festgeschriebenen Gestaltungsvorgaben gelenkt.
  1. Im dritten Schritt werden unter Beachtung der Gestaltungsvorgaben und sonstiger Vorgaben zu den einzelnen Lehr-/Lernmedien die geforderten Ausgabeformate erstellt. So wird zum Beispiel aus dem Videoschnittprogramm ein passendes Videoformat exportiert und entsprechend den Vorgaben umgerechnet. Darüber hinaus sollten in der Medienablage auch die Rohdaten für jedes einzelne Lehr-/Lernmedium abgespeichert werden und verfügbar bleiben, um spätere Änderungen oder neue Anforderungen in Bezug auf Ausgabeformate jederzeit problemlos umsetzen zu können.
  1. Im letzten Schritt müssen noch die für die spätere Verwendung erforderlichen Metadaten erfasst werden. Dies ist besonders wichtig, wenn einzelne Lehr-/Lernmedien oder Lehr-/Lernmaterialien nach Abschluss des Entwicklungsprojektes für eine Wiederverwendung in anderen Kontexten zur Verfügung gestellt werden sollen.

Je nach Medientyp sind bei den einzelnen Lehr-/Lernmedien unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen. Die folgenden Anregungen sind keinesfalls vollständig:

  • Video/Animation

Bei der Erstellung von Videos wird meist von einem Videodrehbuch ausgegangen. Die Materialbeschaffung erfolgt zum Beispiel mit Videokameras oder durch Software, mit der man Bildschirminhalte fortlaufend aufzeichnen kann. Gerade für die Veranschaulichung technischer Zusammenhänge empfiehlt sich die Verwendung von Animationsprogrammen (2D oder 3D). Im Zuge der Nachbearbeitung der Rohdaten (zum Beispiel Schnitt, Vertonung etc.) kann man auch die Einbindung von Effekten oder von anderen Medienelementen (Text, Grafiken, etc.) erwägen.

  • Bild

Je nach Inhalt des zu erstellenden Bildes kann man vorhandene Bilder verwenden und ggf. nachbearbeiten oder neue Bilder erstellen. Für die Erstellung von Bildern gibt es verschiedene Methoden, wie zum Beispiel die klassische Fotografie, 3D-Rendering, Malen oder Zeichnen.

  • Text

Einzelne Texte wurden eventuell bereits in früheren Vorgehensschritten erstellt oder sind vorhanden. Sie werden ggf. in einem Textverarbeitungsprogramm bearbeitet, gesetzt, es werden Indexe und Verzeichnisse angefertigt etc. Für den Einsatz in einem WBT ist ggf. die Umwandlung in HTML oder XML notwendig. Auch bei der Bearbeitung von Texten ist die Einhaltung der festgeschriebenen Gestaltungsvorgaben erforderlich.

Wenn Menschen dargestellt werden, sollten in allen Lehr-/Lernmedien Männer und Frauen, Personen unterschiedlichen Alters, mit verschiedener Hautfarbe, mit Behinderungen, etc. gleichermaßen und ausgewogen vorkommen. Männer und Frauen werden in unterschiedlichen Tätigkeiten und Positionen, zum Beispiel im Labor wie in der Küche, als Anordnende wie als Anordnungen Ausführende, abgebildet.

Nach der Erstellung der Lehr-/Lernmedien sind diese sowohl in Hinblick auf inhaltliche, wie in Hinblick auf gestalterische, technische und rechtliche Anforderungen zu überprüfen:

  • Aus inhaltlicher Sicht sind die Lehr-/Lernmedien auf Fehlerfreiheit und auf Übereinstimmung mit den Vorgaben durch die Beschreibungen in der Medienablage zu kontrollieren.
  • Aus technischer bzw. gestalterischer Sicht sind zum Beispiel die Einhaltung der Gestaltungsvorgaben und von weiteren technischen Parametern sowie die Lauffähigkeit auf der festgelegten Zielplattform zu überprüfen.
  • Bei Wieder- bzw. Weiterverwendung bereits vorhandener Materialien oder einzelner Medien ist die Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen besonders wichtig. So sollten zum Beispiel die aus Sicht des Urheberrechts erforderlichen Rechte für die Nutzung im geplanten Kontext vorliegen.

Bei Abschluss dieses Vorgehensschrittes sind alle erstellten Lehr-/Lernmedien einschließlich beschreibender Informationen (Meta-Daten) sowie die Ergebnisse der Tests in der Medienablage abzulegen bzw. zu dokumentieren.


[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • Holzinger, Andreas (2001): Basiswissen Multimedia, Band 3: Design. Würzburg: Vogel Verlag Und Druck
Es behandelt gestalterische Aspekte von Multimedia.
  • Holzinger, Andreas (2002): Basiswissen Multimedia, Band 1: Technik. Würzburg: Vogel Verlag Und Druck
Es beschreibt die technischen Grundlagen von Multimedia.
  • Millerson, Gerald (2001): Drehen und Produzieren mit Video. Technik - Einsatzgebiete - Bildgestaltung. Fachbuchverlag Andreas A. Reil
  • Mamet, David (2003): Die Kunst der Filmregie. Alexander Verlag
Dies gibt einen Überblick über Aspekte der Filmregie.
  • Bundesministerium der Justiz[6] Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
Es ist die gesetzliche Grundlage zum Umgang mit Urheberrechten.

[bearbeiten] Lehr-/Lernmaterialien zusammenstellen

Im Vorgehensschritt Lehr-/Lernmaterialien zusammenstellen stellen Mediendesigner und IT-Entwickler die erforderlichen Lehr-/Lernmaterialien auf Basis der im vorhergehenden Vorgehensschritt erzeugten Lehr-/Lernmedien zusammen. Sie werden vom Fachautor unterstützt und ggf. werden auch andere Mitglieder des Teams einbezogen.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung V4.3 Lehr-/Lernmaterialien zusammenstellen
Ziel Alle Lehr-/Lernmaterialien sind zusammengestellt und getestet.
Aktivitäten
  • Zusammenstellung von Lehr-/Lernmaterialien aus einzelnen Lehr-/Lernmedien unter Berücksichtigung der in der Medienablage abgelegten Vorgaben einschließlich Gestaltungsvorgaben und Vorlagen
  • Tests zur Überprüfung der inhaltlichen Korrektheit, einer adäquaten Gestaltung und der technischen Funktionsfähigkeit
  • Ablage aller entstandenen Lehr-/Lernmaterialien einschließlich beschreibender Informationen sowie der Testergebnisse in der Medienablage
Eingehende Artefakte
Entstehende Artefakte
  • A4.2 Medienablage
Methoden
  • Dokumentation, spezielle Methoden aus den Fachgebieten Design und (Medien-) Informatik
Rollen
Phase ROME Umsetzung
Vorhergehender Vorgehensschritt Lehr-/Lernmedien erstellen
Nachgehender Vorgehensschritt E-Learning-Angebot zusammenstellen

[bearbeiten] Ratgeber

Nachdem die erforderlichen Lehr-/Lernmedien im vorhergehenden Vorgehensschritt entwickelt wurden, werden sie nun zu Lehr-/Lernmaterialien zusammengestellt. So entsteht zum Beispiel ein Lehrbrief durch Zusammenstellen von Texten und Bildern. Ein WBT entsteht durch Überführung der Texte in HTML (oder ein anderes geeignetes Format) und Einbindung aller anderen erforderlichen Lehr-/Lernmedien.

Auch in diesem Vorgehensschritt sind die in der Medienablage verfügbaren Gestaltungsvorgaben, Prototypen und Vorlagen zu berücksichtigen und anzuwenden. Bei der Umsetzung komplexer Lehr /Lernmaterialien, wie zum Beispiel von WBT oder CBT, ist insbesondere auf die interne Navigation und die Verbindung der einzelnen Medienelemente zu achten.

Jedes Lehr-/Lernmaterial ist auf inhaltliche Richtigkeit, technische Funktionsfähigkeit und auf Berücksichtigung der Gestaltungsvorgaben zu testen. Dabei sind die im Umsetzungsplan oder in der Medienablage ggf. bereits erfassten Testhinweise zu beachten. Folgende Tests sind möglich:

  • Durchmustern
Beim Durchmustern der Lehr-/Lernmaterialien wird einerseits deren inhaltliche Korrektheit, andererseits die Übereinstimmung mit den in der Medianablage gehaltenen Gestaltungsvorlagen, Prototypen und Vorlagen getestet. Hierfür ist die Einbeziehung des Fachautors erforderlich.
  • Integrationstest
Der Begriff Integrationstest bezeichnet eine aufeinander abgestimmte Reihe von Einzeltests, die dazu dienen, die unabhängig voneinander erstellten Lehr-/Lernmedien im Zusammenhang zu testen. Der Integrationstest basiert auf der Annahme, dass jedes Lehr-/Lernmedium im vorhergehenden Vorgehensschritt bereits getestet wurde und für sich genommen fehlerfrei ist.
  • Installationstest
Ein Installationstest dient der Überprüfung der Funktionalität der entwickelten Lehr-/Lernmaterialien in verschiedenen Systemumgebungen, zum Beispiel auf unterschiedlichen Browsern, bei unterschiedlicher Netzanbindung, bei Ausgabe auf unterschiedlichen Monitoren oder Druckern. In Abhängigkeit vom Nutzungskontext der Lehr-/Lernmaterialien müssen entsprechende Randbedingungen definiert und die Fehlerfreie Funktion der Lehr-/Lernmaterialien getestet werden.
  • Performancetest
Unter einem Lasttest oder Performancetest versteht man einen Test, mit dem eine gewisse Last erzeugt und das Verhalten der Lehr /Lernmaterialien unter diesen Voraussetzungen beobachtet und untersucht wird. Dabei können Fehler aufgedeckt werden, die zum Beispiel im Integrationstest nicht gefunden wurden. Weiterhin kann die Einhaltung von speziellen Anforderungen nachgewiesen werden, zum Beispiel die Forderung nach paralleler Nutzung eines WBT durch eine Anzahl von Lernenden während der Durchführung.
  • Usability-Test
Der Usability-Test sollte besonders sorgfältig ausgeführt werden, da er über einen rein technischen Test der Funktionsfähigkeit weit hinausgeht und die Benutzbarkeit des Lehr /Lernmediums aus Sicht der Lernenden untersucht. Hierbei ist ggf. die Einbeziehung anderer Mitglieder des Teams oder sogar von projektexternen Testpersonen erforderlich.

Bei Abschluss dieses Vorgehensschrittes sind alle zusammengestellten Lehr-/Lernmaterialien einschließlich beschreibender Informationen (Meta-Daten) sowie die Ergebnisse der Tests in der Medienablage abzulegen bzw. zu dokumentieren.


[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • Heinsen, Sven/ Vogt, Petra (2003): Usability praktisch umsetzen. München: Hanser Fachbuchverlag
Dies ist ein praxisorientiertes Nachschlagewerk, das das Thema Benutzerfreundlichkeit im Zusammenhang mit Softwareentwicklung behandelt.
  • Balzert, Helmut (2001): Grundlagen der Software-Technik. Band 1:Software-Entwicklung. Spektrum Akademischer Verlag
Es ist ein Standardlehrbuch für die Entwicklung von Software.


[bearbeiten] E-Learning-Angebot zusammenstellen

Im Vorgehensschritt E-Learning-Angebot zusammenstellen stellen Konzepter, IT-Entwickler und Mediendesigner das E-Learning-Angebot auf Basis der im vorhergehenden Vorgehensschritt erzeugten Lehr-/Lernmaterialien zusammen. Sie werden vom gesamten Team unterstützt und ggf. wird auch der Auftraggeber einbezogen.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung V4.4 E-Learning-Angebot zusammenstellen
Ziel Das E-Learning-Angebot ist zusammengestellt.
Aktivitäten
  • Entnahme der Lehr-/Lernmaterialien aus der Medienablage und Zusammenstellung zum E-Learning-Angebot
  • Ggf. Tests einzelner Lehr-/Lernmaterialien oder Ergänzung fehlender Teile
  • Abschließender Test des E-Learning-Angebotes in seiner Gesamtheit, ggf. Pilottest mit Lehrenden und Lernenden
Eingehende Artefakte
Entstehende Artefakte
Methoden
  • Dokumentation, spezielle Methoden aus den Fachgebieten Design und (Medien-) Informatik
Rollen
Phase ROME Umsetzung
Vorhergehender Vorgehensschritt Lehr-/Lernmaterialien zusammenstellen
Nachgehender Vorgehensschritt Phase ‚Umsetzung’ managen und evaluieren

[bearbeiten] Ratgeber

In diesem vorletzten Vorgehensschritt der Phase ROME Umsetzung werden die Lehr-/Lernmaterialien zum E-Learning-Angebot zusammengestellt, indem sie aus der Medienablage entnommen und in der jeweils erforderlichen Form für die Einführung bereitgestellt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass ein WBT in einer Form zur Verfügung steht, die die Integration in eine Lernplattform erlaubt, dass für ein CBT eine Master-CD zur Vervielfältigung vorbereitet ist, dass für Seminarunterlagen ein Master-Ausdruck zum Kopieren vorbereitet ist, etc. Es ist abzusichern, dass wirklich alle erforderlichen Lehr-/Lernmaterialien vorbereitet sind. So müssen neben den Materialien für Lernende, zum Beispiel CBT, WBT, Seminarunterlagen, Benutzungsanleitungen, etc., auch die Materialien für Lehrende, zum Beispiel Zeitpläne, Powerpoint-Präsentationen, Aufgabentexte, etc., vorbereitet sein. Ggf. sind die einzelnen Lehr-/Lernmaterialien nochmals zu testen oder bisher nicht berücksichtigte Unterlagen, wie zum Beispiel Installationsanweisungen, Benutzungsanleitungen für Geräte, etc., zu erstellten.

Zu den abschließenden Tests des gesamten E-Learning-Angebotes gehören finale Durchmusterungen, die das E-Learning-Angebot auf Vollständigkeit sowie inhaltliche und formale Korrektheit überprüfen. Hierbei sollte das gesamte Team, ggf. können auch projektexterne Testpersonen einbezogen werden. Der Fokus dieser abschließenden Tests liegt auf dem Zusammenwirken aller Lehr-/Lernmaterialien und dem Funktionieren des E-Learning-Angebotes entsprechend dem erarbeiteten Rahmenkonzept. Durch Pilottests mit Lernenden und Lehrenden können eventuelle Defizite im E-Learning-Angebot aufgedeckt werden. Bei der Auswahl der Testpersonen ist auf eine repräsentative Abbildung der Zielgruppe zu achten. Durch Berücksichtigung verschiedener Merkmale wie zum Beispiel Alter, Geschlecht, kulturellem Hintergrund, etc. bei der Testauswertung kann man kulturell geprägte Unterschiede in den Nutzungsbedürfnissen und Nutzungsgewohnheiten der Zielgruppe erfassen und diesen bei der Durchführung des E-Learning-Angebotes ggf. gerecht werden.

Es ist weiterhin zu überlegen, ob der Auftraggeber in die abschließenden Tests des E-Learning-Angebotes und die Testauswertung einbezogen wird.

[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • Bortz, J./ Döring, N. (2003): Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler
Es enthält ausführliche Erläuterungen unter anderem zur Vorbereitung und Durchführung von Evaluationen.


[bearbeiten] Phase ‚Umsetzung’ managen und evaluieren

Im Vorgehensschritt Phase ‚Umsetzung’ managen und evaluieren werden Verlauf und Ergebnisse aller Vorgehensschritte der Phase »Umsetzung« überprüft. Projektmanager, Anforderungsmanager und Evaluator berücksichtigen dabei sowohl inhaltliche Aspekte als auch Aspekte des Projektmanagements, des Qualitätsmanagements, des Kommunikationsmanagements und des Änderungsmanagements, um Probleme rechtzeitig zu erkennen und geeignet gegensteuern zu können.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung V4.5 Phase ‚Umsetzung’ managen und evaluieren
Ziel Verlauf und Ergebnisse aller Vorgehensschritte der Phase »Umsetzung« sind überprüft, ggf. wurde nachgesteuert.
Aktivitäten
  • Überprüfung des aktuellen Standes des Entwicklungsprojektes in Hinblick auf inhaltliche Aspekte (Entsprechung von Rahmenkonzept, Detailkonzepten und Umsetzungsplan, Berücksichtigung aller erforderlichen Lehr-/Lernmaterialien, Adäquatheit der Gestaltungsvorlagen für Zielgruppe und Kontext, Eignung der Lehr-/Lernmedien, Lehr-/Lernmaterialien und des E-Learning-Angebotes für die Zielgruppe und den Kontext, Erfüllung der Erwartungen des Auftraggebers und anderer beteiligter und betroffener Personen)
  • Überprüfung von Verlauf und Ergebnissen der Vorgehensschritte, ggf. Nachsteuerung:
  • Einhaltung von Zeit- und Kostenplänen (Projektmanagement)
  • Vorhandensein und Vollständigkeit der Artefakte und sonstiger Dokumente (Qualitätsmanagement)
  • Nachvollziehbarkeit und Transparenz von Entscheidungen und des Informations- und Kommunikationsstands aller Beteiligten

(Kommunikationsmanagement)

  • Dokumentation von Änderungswünschen aller Beteiligten, Entscheidung über deren Annahme und Nachverfolgung

(Änderungsmanagement)

Voraussetzung
Ergebnis
  • A4.5 Qualitätssicherung Phase »Umsetzung«
Methoden
Rollen
Phase ROME Umsetzung
Vorhergehender Vorgehensschritt E-Learning-Angebot zusammenstellen
Nachgehender Vorgehensschritt -

[bearbeiten] Ratgeber

In diesem vorletzten Vorgehensschritt der Phase »Umsetzung« werden die Lehr-/Lernmaterialien zum E-Learning-Angebot zusammengestellt, indem sie aus der Medienablage entnommen und in der jeweils erforderlichen Form für die Einführung bereitgestellt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass ein WBT in einer Form zur Verfügung steht, die die Integration in eine Lernplattform erlaubt, dass für ein CBT eine Master-CD zur Vervielfältigung vorbereitet ist, dass für Seminarunterlagen ein Master-Ausdruck zum Kopieren vorbereitet ist, etc.

Es ist abzusichern, dass wirklich alle erforderlichen Lehr-/Lernmaterialien vorbereitet sind. So müssen neben den Materialien für Lernende, zum Beispiel CBT, WBT, Seminarunterlagen, Benutzungsanleitungen, etc., auch die Materialien für Lehrende, zum Beispiel Zeitpläne, Powerpoint-Präsentationen, Aufgabentexte, etc., vorbereitet sein. Ggf. sind die einzelnen Lehr-/Lernmaterialien nochmals zu testen oder bisher nicht berücksichtigte Unterlagen, wie zum Beispiel Installationsanweisungen, Benutzungsanleitungen für Geräte, etc., zu erstellten.

Zu den abschließenden Tests des gesamten E-Learning-Angebotes gehören finale Durchmusterungen, die das E-Learning-Angebot auf Vollständigkeit sowie inhaltliche und formale Korrektheit überprüfen. Hierbei sollte das gesamte Team, ggf. können auch projektexterne Testpersonen einbezogen werden. Der Fokus dieser abschließenden Tests liegt auf dem Zusammenwirken aller Lehr-/Lernmaterialien und dem Funktionieren des E-Learning-Angebotes entsprechend dem erarbeiteten Rahmenkonzept.

Durch Pilottests mit Lernenden und Lehrenden können eventuelle Defizite im E-Learning-Angebot aufgedeckt werden. Bei der Auswahl der Testpersonen ist auf eine repräsentative Abbildung der Zielgruppe zu achten. Durch Berücksichtigung verschiedener Merkmale wie zum Beispiel Alter, Geschlecht, kulturellem Hintergrund, etc. bei der Testauswertung kann man kulturell geprägte Unterschiede in den Nutzungsbedürfnissen und Nutzungsgewohnheiten der Zielgruppe erfassen und diesen bei der Durchführung des E-Learning-Angebotes ggf. gerecht werden.

Es ist weiterhin zu überlegen, ob der Auftraggeber in die abschließenden Tests des E-Learning-Angebotes und die Testauswertung einbezogen wird.


[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • Bortz, J./ Döring, N. (2003): Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler.Berlin: Springer
Es enthält ausführliche Erläuterungen unter anderem zur Vorbereitung und Durchführung von Evaluationen.


[bearbeiten] Ansprechpartner

  • Matthias Rust (ZGDV Rostock), Dr. Sybille Hambach (Fraunhofer IGD Rostock)
Persönliche Werkzeuge