ROME Detailkonzepte

Aus Fachkompetenzen zu E-Learning in Mecklenburg-Vorpommern

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ROME Detailkonzepte bezeichnet die dritte Phase des Vorgehensmodells ROME - Rostocker Modell zur systematischen Entwicklung von E-Learning-Angeboten. Der Entwicklungsprozess wird im Rostocker Modell durch folgende Phasen beschrieben: Phase 1: Analyse, Phase 2: Rahmenkonzept, Phase 3: Detailkonzepte, Phase 4: Umsetzung, Phase 5: Einführung und Phase 6: Durchführung.

In der Phase Detailkonzepte im Vorgehensmodell ROME wird das in der vorhergehenden Phase erarbeitete Rahmenkonzept weiter entwickelt und konkretisiert. In den folgenden Vorgehensschritten werden dazu nochmals die Lehr-/Lernziele sowie die Aspekte Lehr-/Lerninhalte, Lehr /Lernformen und Lehr-/Lernmaterialien betrachtet:


Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Lehr-/Lernziele festlegen

Im Vorgehensschritt Lehr-/Lernziele festlegen werden die mit dem E-Learning-Angebot verfolgten Bildungsziele weiter untersetzt. Auf Basis der in der vorhergehenden Phase ROME Rahmenkonzept bereits spezifizierten Richtziele denken Konzepter und Didaktiker über Grobziele und Feinziele nach und legen diese fest. Die Dokumentation von Lehr-/Lernzielen ist Grundlage für alle folgenden Überlegungen zu Lehr-/Lerninhalten, Lehr-/Lernformen und Lehr-/Lernmaterialien.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung V3.1 Lehr-/Lernziele festlegen
Ziel Es ist festgelegt, welche Lehr-/Lernziele mit dem E-Learning-Angebot verfolgt werden.
Aktivitäten
  • Detaillierte und möglichst vollständige Beschreibung der Lehr-/Lernziele für das E-Learning-Angebot, einschließlich
    • Richtzielen, soweit diese sich von den im Vorgehensschritt »Ziele festlegen« bereits festgeschriebenen Richtzielen unterscheiden
    • Grobzielen auf mittlerem Abstraktionsniveau
    • Feinzielen auf detailliertem Abstraktionsniveau
  • Berücksichtigung der bereits festgeschriebenen Ziele und des Rahmenkonzeptes
  • Dokumentation von Entscheidungen
Voraussetzung
Entstehende Artefakte
Methoden
Rollen
Phase ROME Detailkonzepte
Vorhergehender Vorgehensschritt -
Nachgehender Vorgehensschritt Detailkonzept ‚Lehr-/Lerninhalte’ erstellen

[bearbeiten] Ratgeber

Die Spezifikation von Bildungszielen stellt sicher, dass das richtige E-Learning-Angebot für den erhobenen Bildungsbedarf entwickelt wird. Lehr-/Lernziele sind – neben Qualifikationen und Kompetenzen – eine Möglichkeit zur Beschreibung von Bildungszielen.

Lehr-/Lernziele beschreiben den Zuwachs an Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten den die Lernenden am Ende eines E-Learning-Angebotes erworben haben (sollen). Bei der Konzeption eines E-Learning-Angebotes lassen sich eigentlich nur die Lehrziele festlegen. Die Lernenden entscheiden dann, ob sie die antizipierten Lehrziele zu ihren Lernzielen machen. Um dies deutlich zu machen, wird in den vorliegenden Ausführungen der Begriff Lehr-/Lernziele verwendet.

Man unterscheidet verschiedene Detaillierungsstufen von Lehr-/Lernzielen, nämlich Richtziele, Grobziele und Feinziele:

  • Richtziele geben eine allgemeine Richtung für die Konzeption des E-Learning-Angebotes vor und sind noch wenig eindeutig formuliert. Die Richtziele für das zu entwickelnde E-Learning-Angebot wurden bereits im Vorgehensschritt »Ziele festlegen« spezifiziert.
  • Grobziele sind immer noch relativ grob umrissen und lassen Spielraum für Alternativen und Interpretationen.
  • Feinziele sind präzise formuliert und stellen eine eindeutige Vorgabe für die Umsetzung bzw. Durchführung des E-Learning-Angebotes dar.

Darüber hinaus werden unterschiedliche Dimensionen von Lehr-/Lernzielen unterschieden, zum Beispiel kognitive Ziele (Wissen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, etc.), affektive Ziele (Aufnehmen, Werten, Reagieren, etc.) und psychomotorische Ziele (Imitieren, Manipulieren, Präzisieren, etc.).

Nachdem in den Vorgehensschritten »Ziele festlegen« bzw. »Didaktischen Ansatz entwickeln« bereits über Bildungsziele ganz allgemein sowie über Richtziele nachgedacht wurde, sind die Lehr-/Lernziele in diesem Vorgehensschritt weiter zu detaillieren. Eine exakte Beschreibung von Lehr-/Lernzielen erleichtert zunächst einmal die Planung des weiteren Vorgehens, da den exakt beschriebenen Zielen konkrete Inhalte und Methoden zugeordnet werden können. Zugleich wird die spätere Evaluation von Lehr-/Lernmaterialien sowie des gesamten E-Learning-Angebotes erleichtert, da mit der (richtigen) Spezifikation von Zielen zugleich Erfolgskriterien vorgegeben werden.

Die Festlegung von Zielen in diesem Vorgehensschritt ist grundlegend für den weiteren Projektverlauf. Deshalb sollte man alle Ziele so dokumentieren, dass sie einerseits kommuniziert werden können und andererseits die Zielerreichung später messbar ist. Dies ist immer dann möglich, wenn Lernziele folgendermaßen formuliert sind:

  • Es werden Verhaltensweisen der Lernenden beschrieben, die diese später beherrschen sollen, zum Beispiel »etwas aufschreiben« im Gegensatz zu »etwas verstehen« oder »etwas wiedergeben«.
  • Es werden Bedingungen genannt, unter denen das Verhalten der Lernenden kontrolliert werden soll oder kontrolliert werden könnte, zum Beispiel »mit Hilfe des Lehrers« im Gegensatz zu »ohne Hilfe des Lehrers« oder »in wenigen Minuten« im Gegensatz zu »innerhalb eines Tages« oder »allein« im Gegensatz zu »in der Gruppe«.
  • Es werden Kriterien angegeben, nach denen entschieden werden kann, ob das Ziel erreicht ist oder nicht.

Die Orientierung an Lernzielen, ihre Formulierung und die Messung der Zielerreichung sind (bzw. waren) Gegenstand einer wissenschaftlichen Debatte im Fachgebiet Pädagogik. Entsprechend sind dazu viele Veröffentlichungen publiziert.

In vielen Fällen ist es sinnvoll, den Lernenden die mit einem E-Learning-Angebot verfolgten Lehr-/Lernziele bekannt zu machen. Im Bereich der Erwachsenenbildung sollten transparente Lehr-/Lernziele selbstverständlich sein, weil dadurch die Motivation der Lernenden erheblich unterstützt werden kann. Bei lang andauernden Lernprozessen, wenn das vorerst unreflektierte Erleben Bestandteil des Lernens ist und die Kenntnis der Lehr-/Lernziele den Lernprozess ungünstig beeinflusst oder wenn die abstrakte Formulierung von Lehr-/Lernzielen das Verständnis der Zielgruppe übersteigt, sollte man von einer Bekanntmachung der Lehr-/Lernziele jedoch absehen.


[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • Kerres, Michael (2001): Multimediale und telemediale Lernumgebungen. Einsatz und Entwicklung. München: Oldenbourg
Es ist ein Lehrbuch, das schwerpunktmäßig die Phasen Konzeption und Umsetzung von E-Learning-Angeboten behandelt. Die Formulierung von Lehrzielen wird im Zusammenhang in Teil C, Kapitel 3 beschrieben.
  • Lenhard (Lernziele)[1]
Hier werden Hinweise zur Formulierung von Lehr-/Lernzielen gegeben.

[bearbeiten] Detailkonzept ‚Lehr-/Lerninhalte’ erstellen

Im Vorgehensschritt Detailkonzept ‚Lehr-/Lerninhalte’ erstellen wird das ROME Rahmenkonzept in Hinblick auf den Aspekt Lehr-/Lerninhalte weiter untersetzt. Der Fachautor (ggf. mit Unterstützung von Konzepter und Didaktiker) sammelt, modularisiert, beschreibt und ordnet die im E-Learning-Angebot zu vermittelnden Lehr-/Lerninhalte. Dies wird nicht im ersten Ansatz gelingen, so dass die verschiedenen Aktivitäten in Iterationen mehrfach ausgeführt werden müssen. Im Ergebnis dieses Vorgehensschrittes entsteht ein inhaltliches Gerüst als Basis für die Umsetzung des E-Learning-Angebotes.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung V3.2 Detailkonzept ‚Lehr-/Lerninhalte’ erstellen
Ziel Die Lehr-/Lerninhalte für das E-Learning-Angebot sind gesammelt, modularisiert, beschrieben und strukturiert.
Aktivitäten
  • Sammlung von Lehr-/Lerninhalten ausgehend vom Rahmenkonzept und den Lehr-/Lernzielen
  • Modularisierung der Lehr-/Lerninhalte, so dass eigenständige Module entstehen, die sich (potentiell) in anderen E-Learning-Angeboten wieder verwenden lassen
  • Ergänzung von Mittler-Modulen, die aus inhaltlichen oder methodisch-didaktischen Gründen erforderlich sind (Brückentexte, kognitive Vorstrukturierung, Zusammenfassungen, Merksätze, Beispiele, Aufgaben, etc.)
  • Detaillierte Beschreibung der einzelnen Module und Mittler-Module, ggf. mit Verweisen auf die Literatur, existierende Lehr-/Lernmaterialien oder sonstige Anforderungen an andere Teile des E-Learning-Angebotes (Lehr-/Lernformen, Lehr-/Lernmaterialien)
  • Strukturierung der Module und Mittler-Module in Form eines Netzes oder als Sequenz
Eingehende Artefakte
Entstehende Artefakte
Methoden
Rollen
Phase ROME Detailkonzepte
Vorhergehender Vorgehensschritt Lehr-/Lernziele festlegen
Nachgehender Vorgehensschritt Detailkonzept ‚Lehr-/Lernformen’ erstellen

[bearbeiten] Ratgeber

Das Detailkonzept »Lehr-/Lerninhalte« basiert auf den Ergebnissen des Vorgehensschrittes »Rahmenkonzept entwickeln« und bestimmt den inhaltlichen (thematischen) Hintergrund für das E-Learning-Angebot. Es besteht einerseits aus einzelnen Modulen (eigenständige Teile, wie zum Beispiel Abschnitte, Kapitel oder auch Kurse, Seminare, etc.) einschließlich einer Beschreibung von deren Inhalt und andererseits aus einer Struktur, die die Module für den Lernenden nachvollziehbar verbindet.

Bei der Erarbeitung des Detailkonzeptes Lehr-/Lerninhalte wird von den im vorhergehenden Vorgehensschritt erarbeiteten Lehr-/Lernzielen ausgegangen, wobei es alle Lehr-/Lerninhalte enthalten muss, die zur Erreichung der spezifizierten Lehr-/Lernziele erforderlich sind. Zur Erarbeitung des Detailkonzeptes werden die folgenden Aktivitäten – ggf. in mehreren Iterationen – ausgeführt:

  • Inhalte sammeln
Die Sammlung von Inhalten dient dazu, einen Überblick über das Thema des E-Learning-Angebotes zu erhalten. Sie wird vom Fachautor durchgeführt. Mit Hilfe von Recherchen, Mindmapping oder Brainstorming werden relevante Inhalte – zunächst in Form von Stichworten – zusammengetragen. Bei mehrfacher Ausführung dieser Aktivität wird die Sammlung in späteren Iterationen ggf. ergänzt oder einzelne Inhalte werden auch wieder gestrichen. Bei der Sammlung von Inhalten sollte man Bildungsbedarf, Zielgruppe und Kontext sowie die Lehr-/Lernziele stets im Auge behalten und zum Beispiel bei der Sammlung von Lernbeispielen die Lebenswirklichkeit und die Interessen der Zielgruppe berücksichtigen.
  • Inhalte modularisieren
Die Modularisierung von Inhalten erleichtert die Widerverwendung der entstehenden Lehr-/Lernmaterialien. Dabei werden eigenständige Module mit Lehr-/Lerninhalten gebildet, die inhaltlich abgeschlossen sind und sich (potentiell) in anderen E-Learning-Angeboten wiederverwenden lassen. Daneben muss es immer auch andere Module geben, die zwischen den inhaltlich eigenständigen Teilen vermitteln. Sie enthalten zum Beispiel Einführungen, Überleitungen, Aufgabenstellungen, etc., die nur für das zu entwickelnde E-Learning-Angebot relevant sind.
  • Inhalte beschreiben
Eine Beschreibung der Inhalte ist erforderlich, um das Thema und den Umfang jedes einzelnen Moduls genau festzulegen. Diese Beschreibung sollte inhaltlich exakt und für andere nachvollziehbar sein. Darüber hinaus kann sie Verweise auf zugrunde liegende Quellen, auf weiterführende Literatur, auf bereits existierende Lehr-/Lernmaterialien sowie auf sich aus den Inhalten zwingend ergebende Anforderungen an Lehr-/Lernformen und Lehr-/Lernmaterialien enthalten. Wenn zum Beispiel Lehr-/Lernmaterialien bereits existieren, so kann man bei Umsetzung des E-Learning-Angebotes auf diese zurückgreifen und möglicherweise Kosten sparen. Weiterhin sollte zum Beispiel bei Behandlung des Themas »Kommunikation« den Lernenden Gelegenheit zum Kommunizieren gegeben werden, bei Behandlung des Themas »Computerspiele« sollten die Lernenden Gelegenheit haben, Computerspiele auszuprobieren.
  • Inhalte strukturieren
Die Strukturierung der Lehr-/Lerninhalte dient ihrer übersichtlichen und nachvollziehbaren Darstellung. Man unterscheidet zwei Grundstrukturen: erstens Netze, bei denen die Inhalte zum Beispiel in Form von Strukturdiagrammen, Mindmaps oder Wissenslandkarten angeordnet sind, und zweitens Sequenzen, bei denen die Inhalte zum Beispiel in Form von Abfolgen oder Inhaltsverzeichnissen angeordnet sind. Bei den Sequenzen unterscheidet man weiterhin natürliche Sequenzen, wie zum Beispiel zeitliche Abläufe oder Handlungsfolgen, logische Sequenzen, wie zum Beispiel Hierarchien oder Ursache-Wirkungs-Folgen, lernbezogene Sequenzen, wie zum Beispiel Sequenzen nach dem Grad der Vertrautheit oder des Interesses, konventionalisierte Sequenzen, wie sie im Fachgebiet üblich sind, etc.

Die Detaillierung der Lehr-/Lerninhalte wird nach einmaliger Ausführung der genannten Aktivitäten noch nicht perfekt gelungen sein. Deshalb sind die einzelnen Aktivitäten ggf. in mehreren Iterationen auszuführen. Das Detailkonzept Lehr-/Lerninhalte – die Modul-Sammlung bestehend aus einzelnen Modulen einschließlich ihrer Beschreibung sowie die sie verbindende Modul-Struktur – wird dabei solange schrittweise verfeinert, bis es ausreichend detailliert beschrieben ist, um in der nachfolgenden Phase in ein E-Learning-Angebot umgesetzt zu werden.

In manchen Fällen entstehen in diesem Vorgehensschritt bereits Texte und Bilder, die später Bestandteil des Lehr-/Lernmaterials im zu entwickelnden E-Learning-Angebot sind; dies ist allerdings nicht zwingend erforderlich.

[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • Schulz, Wolfgang K. Hrsg. 1999: Aspekte und Probleme der didaktischen Wissensstrukturierung. Frankfurt: Lang
Es behandelt in verschiedenen Aufsätzen unterschiedliche Aspekte der didaktischen Strukturierung von Wissen, zum Beispiel im didaktischen Design, im Instruktionsdesign, hinsichtlich des Wissenstransfers, in Bezug auf Metawissen, im Zusammenhang mit Wissenslandkarten, Hypermedia etc.
  • Niegemann, H. M./ Hessel, S./ Hochscheid-Mauel, D./ Aslanski, K./ Deimann, M./ Kreuzberger, G. (2004): Kompendium E-Learning. Berlin: Springer
Man bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Aspekte und das Umfeld der Entwicklung von E-Learning-Angeboten. Die Segmentierung und Sequenzierung von Lehr-/Lerninhalten wird in Kapitel 6 behandelt.
  • Swertz, Christian (2004): Didaktisches Design: Ein Leitfaden für den Aufbau hypermedialer Lernsysteme mit der Web-Didaktik. Bielefeld: Bertelsmann
Hier gibt man einen allgemeinverständlichen Einblick ist das Konzept der Webdidaktik, die sich mit der didaktischen Strukturierung von Wissen für Web-Anwendungen beschäftigt.
  • Deutsches Institut für Fernstudienforschung an der Universität Tübingen (DIFF), Hrsg. 2000: Planung, Entwicklung, Durchführung von Fernstudienangeboten: Eine Handreichung. 2. überarb. Auflage. Tübingen: DIFF
Es bietet einen umfassenden Überblick über die Planung, Entwicklung und Durchführung speziell von Fernstudienangeboten, ist aber zum großen Teil auch auf die Konzeption anderer Bildungsangebote übertragbar.

[bearbeiten] Detailkonzept ‚Lehr-/Lernformen’ erstellen

Im Vorgehensschritt Detailkonzept ‚Lehr-/Lernformen’ erstellen wird das Rahmenkonzept in Hinblick auf den Aspekt Lehr-/Lernformen weiter untersetzt. Konzepter und Didaktiker überlegen gemeinsam, in welcher Form und mit welchen Methoden die Inhalte des E-Learning-Angebotes vermittelt werden können. Im Ergebnis dieses Vorgehensschrittes entsteht ein methodisches Gerüst als Basis für die Umsetzung des E-Learning-Angebotes.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung V3.3 Detailkonzept ‚Lehr-/Lernformen’ erstellen
Ziel Die Lehr-/Lernformen für das E-Learning-Angebot sind gesammelt, beschrieben und den Lehr-/Lerninhalten zugeordnet.
Aktivitäten
  • Sammlung von Lehr-/Lernformen (Lernzeiten und Lernorte, Methoden, Kommunikationsformen, etc.) zur Durchführung des E-Learning-Angebotes auf Basis des Rahmenkonzeptes
  • Berücksichtigung von Lehr-/Lernzielen sowie Lehr-/Lerninhalten, aus denen sich möglicherweise Voraussetzungen oder Einschränkungen ergeben
  • Detaillierte Beschreibung der Lehr-/Lernformen
  • Zuordnung der Lehr-/Lernformen zu den Lehr-/Lerninhalten
Eingehende Artefakte
Entstehende Artefakte
Methoden
Rollen
Phase ROME Detailkonzepter
Vorhergehender Vorgehensschritt Detailkonzept ‚Lehr-/Lerninhalte’ erstellen
Nachgehender Vorgehensschritt Detailkonzept ‚Lehr-/Lernmaterialien’ erstellen

[bearbeiten] Ratgeber

Das Detailkonzept Lehr-/Lernformen basiert auf den Ergebnissen des Vorgehensschrittes »Rahmenkonzept entwickeln« und bestimmt den methodischen Kontext für die Durchführung des E-Learning-Angebotes. Es beinhaltet Festlegungen zu Lernzeiten und Lernorten, nennt Methoden, die zur Vermittlung der Lehr-/Lerninhalte einzusetzen sind und bestimmt die erforderlichen Kommunikationsformen.

Bei der Erarbeitung des Detailkonzeptes Lehr-/Lernformen wird von den früher in dieser Phase festgelegten Lehr-/Lernzielen sowie von den erarbeiteten Lehr-/Lerninhalten ausgegangen. Dabei müssen die folgenden Aspekte berücksichtigt und zum Teil im Zusammenhang betrachtet werden:

  • Lernzeiten und Lernorte
Für E-Learning-Angebote ist die genauere Betrachtung von Lernzeiten und Lernorten erforderlich. Aus den Festlegungen zu didaktischem Konzept und Lehr-/Lerninhalten ergibt sich, in welcher Art Präsenzveranstaltungen, Online-Phasen und Selbstlernphasen innerhalb eines E-Learning-Angebotes abwechseln können bzw. müssen. Darauf aufbauend sind wiederum Festlegungen zur Taktung der Phasen (wie lange dauern die Phasen und wann finden sie statt) sowie zu den Lernorten (Räume beim Auftraggeber oder Bildungsanbieter, individuelle Lernplätze bei den Lernenden zu Hause, am Arbeitsplatz oder in öffentlichen Einrichtungen, etc.) möglich.
  • Methoden
Die zur Vermittlung der Lehr-/Lerninhalte verwendeten Methoden, wie zum Beispiel Vortrag, Gruppenarbeit oder Selbststudium, können die Durchführung des E-Learning-Angebotes sowie die Motivation von Lernenden und Lehrenden wesentlich beeinflussen. Deshalb sollten Konzepter und Didaktiker vor dem Hintergrund des gewählten didaktischen Ansatzes und der zu vermittelnden Lehr-/Lerninhalte eingehend über die Methodenwahl nachdenken. Das Ziel besteht in der Auswahl geeigneter, sich abwechselnder und ergänzender Methoden, so dass alle Lernenden motiviert sind, sich einzubringen und den Lernprozess gemeinsam zu gestalten. Es ist weiterhin zu berücksichtigen, dass sich die gewählten Methoden zu den festegelegten Lernzeiten und an den ausgewählten Lernorten sinnvoll durchführen lassen.
  • Kommunikationsformen
Aus der Festlegung von Lernzeiten, Lernorten und Methoden ergeben sich notwendigerweise Festlegungen zur Kommunikation. Für Präsenzveranstaltungen müssen diese nicht gesondert berücksichtigt werden, aber bei Online-Phasen ist der Einsatz von Kommunikationswerkzeugen zwingend erforderlich, so dass über Anlass, Inhalt, Beteiligte und die Ziele von Kommunikation im Lernprozess nochmals genauer nachgedacht und entsprechende Festlegungen getroffen werden müssen. Daraus ergeben sich die zu verwendenden Kommunikationswege und -werkzeuge, wie zum Beispiel E-Mail, Foren, Chat, Telefon, Blog, etc. Anforderungen an die technische Umsetzung des E-Learning-Angebotes sollten an dieser Stelle bereits notiert werden, damit sie später Berücksichtigung finden können.

Durch die Festlegung von Bildungszielen, didaktischem Konzept und den zu vermittelnden Lehr-/Lerninhalten ist der Rahmen für Lehr-/Lernformen möglicherweise bereits vorgegeben. Bestimmte Lehr-/Lernformen erweisen sich als zwingend erforderlich, andere sind weniger oder gar nicht geeignet. Wenn zum Beispiel Teamfähigkeit als Richtziel festgelegt wurde, benötigt man gemeinsame Lernzeiten (in Präsenz- und/oder Online-Phasen), geeignete Räume, entsprechende Methoden und ggf. Technik, um Kommunikation zu ermöglichen. Andererseits können Lernende zum Beispiel Faktenwissen gut im Selbststudium erarbeiten, so dass Präsenzveranstaltungen für andere Lehr-/Lerninhalten zur Verfügung stehen.

Bei Verwendung von Lehr-/Lernformen, die für den Bildungsanbieter oder die Lehrenden neu sind, sollte die Umsetzung einschließlich erforderlicher Zeiten, Räume und Materialien möglichst genau geplant werden. Alternativ sollten bekannte Lehr-/Lernformen zumindest angedacht sein, damit man bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten oder im Fall des Misslingens vorbereitet ist.


[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • Knoll, Jörg (2003): Kurs- und Seminarmethoden. Weinehim: Beltz
Es bietet einen umfangreichen und praxisorientierten Überblick über gängige Kurs- und Seminarmethoden. Diese sind für Präsenzveranstaltungen geeignet, lassen sich aber zum Teil auch auf Online- und Selbstlernphasen übertragen.
  • Flechsig, Karl-Heinz (1996): Kleines Handbuch didaktischer Modelle. Eichenzell: Neuland
Man plädiert für didaktische Vielfalt und bietet einen praxisorientierten Überblick über Lehr-/Lernformen für traditionelle Präsenzveranstaltungen. Diese sind ausführlich erläutert und lassen sich zum Teil für E-Learning-Angebote übertragen.
  • Busch, Frank/ Mayer, Thomas B. (2002): Der Online-Coach. Wie Trainer virtuelles Lernen optimal fördern können. Weinheim: Beltz
Hier werden Methoden beschrieben für die fachliche Begleitung von und die optimale Förderung in Online-Phasen.
  • Salmon (E-tivities) 2004 beschreibt ein gleichermaßen theoretisch fundiertes wie praktikables 5-Stufen-Modell für die Begleitung von Online-Phasen, einschließlich Betreuung, Motivation und Anregung zur Interaktion.
  • Häfele, Hartmut/ Häfele-Maier, Kornelia (2004): 101 e-le@rning Seminarmethoden. Bonn: managerSeminare Verlag
Dies ist ein übersichtliches Handbuch für Methoden in E-Learning-Angeboten, wobei vor allem Methoden für Online-Seminare beschrieben werden.
  • Maier-Häfele, Kornelia/ Häfele, Hartmut (2005): Open-Source-Werkzeuge für e-Tr@inings. Bonn: managerSeminare Verlag
Es stellt lizenzfreie Werkzeuge für verschiedene Methoden in Online-Phasen vor.
  • Deutsches Institut für Fernstudienforschung an der Universität Tübingen (DIFF), Hrsg. 2000: Planung, Entwicklung, Durchführung von Fernstudienangeboten: Eine Handreichung. 2. überarb. Auflage. Tübingen: DIFF
Es bietet einen umfassenden Überblick über die Planung, Entwicklung und Durchführung speziell von Fernstudienangeboten, ist aber zum großen Teil auch auf die Konzeption anderer Bildungsangebote übertragbar.
  • Derichs-Kunstmann, Karin/ Auszra, Susanne/ Müthing, Brigitte (1999): Von der Inszenierung des Geschlechterverhältnisses zur geschlechtergerechten Didaktik. Bielefeld: Kleine Verlag
Dies ist eine Zusammenfassung empirischer Erhebungen zu geschlechtsbezogenem Verhalten in traditionellen Präsenzveranstaltungen. Das Buch liefert weiterhin Handlungsansätze für eine gendersensitive Didaktik.

[bearbeiten] Detailkonzept ‚Lehr-/Lernmaterialien’ erstellen

Im Vorgehensschritt Detailkonzept ‚Lehr-/Lernmaterialien’ erstellen wird das ROME Rahmenkonzept in Hinblick auf den Aspekt Lehr-/Lernmaterialien weiter untersetzt. Konzepter, Didaktiker und ggf. der Fachautor überlegen gemeinsam, welche Lehr-/Lernmaterialien im E-Learning-Angebot verwendet werden können und ordnen diese den Lehr-/Lerninhalten bzw. den Lehr-/Lernformen zu. Im Ergebnis dieses Vorgehensschrittes entsteht ein Detailkonzept für Lehr-/Lernmaterialien als Basis für die Umsetzung des E-Learning-Angebotes.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung Detailkonzept ‚Lehr-/Lernmaterialien’ erstellen
Ziel Die Lehr-/Lernmaterialien für das E-Learning-Angebot sind recherchiert bzw. konzipiert, beschrieben und den Lehr-/Lerninhalten sowie den Lehr-/Lernformen zugeordnet.
Aktivitäten
  • Vorhandenes und verfügbares Material (CBT, WBT Lehrbücher, Skripte, Foliensätze, etc.) recherchieren
  • Recherchierte Materialien den Lehr-/Lerninhalten bzw. den Lehr-/Lernformen zuordnen und deren Eignung einschätzen
  • neu zu erstellende Lehr-/Lernmaterialien identifizieren und den Lehr-/Lerninhalten bzw. den Lehr-/Lernformen zuordnen
  • Detaillierte Beschreibung der Lehr-/Lernmaterialien, so dass der Überarbeitungs- bzw. Umsetzungsaufwand abschätzbar wird
  • Berücksichtigung von Lehr-/Lernzielen, Lehr-/Lerninhalten und Lehr-/Lernformen, aus denen sich möglicherweise Voraussetzungen oder Einschränkungen ergeben
  • Berücksichtigung von Vorgaben oder Empfehlungen betroffener und beteiligter Personen (Bildungsanbieter, Lehrende, Fachautor, etc.)
Voraussetzung
Ergebnis
  • A3.4 Detailkonzept Lehr-/Lernmaterialien
Methoden
Rollen
Phase ROME Detailkonzepte
Vorhergehender Vorgehensschritt Detailkonzept ‚Lehr-/Lernformen’ erstellen
Nachgehender Vorgehensschritt Phase ‚Detailkonzepte’ managen und evaluieren

[bearbeiten] Ratgeber

Das Detailkonzept Lehr-/Lernmaterialien basiert auf den Ergebnissen des Vorgehensschrittes »Rahmenkonzept entwickeln« und ist grundlegend für die Umsetzung des E-Learning-Angebotes. Es beinhaltet Festlegungen zu verfügbaren sowie zu neu zu entwickelnden Lehr-/Lernmaterialien.

Bei der Erstellung des Detailkonzeptes Lehr-/Lernmaterialien wird von den Lehr-/Lerninhalten und den Lehr-/Lernformen ausgegangen. Im Rahmen dieses Vorgehensschrittes wird festgelegt, welche Lehr-/Lernmaterialien erforderlich sind, um die Inhalte des E-Learning-Angebotes möglichst gut zu vermitteln. Dabei kann es sich einerseits um vorhandene und verfügbare Lehr-/Lernmaterialien handeln. Andererseits können Lehr-/Lernmaterialien auch speziell für das E-Learning-Angebot neu entwickelt werden.

Oft liegen bereits hervorragend gestaltete Lehr-/Lernmaterialien für einen bestimmten oder einen ähnlichen Kontext vor. Teilweise werden diese auch von Verlagen für die Verwendung in E-Learning-Angeboten vertrieben, zum Beispiel durch den Herdt-Verlag. So ist die Recherche und Bewertung vorhandener und eventuell geeigneter Lehr /Lernmaterialien ein wichtiger Bestandteil dieses Vorgehensschrittes. Es ist im Kontext des zu entwickelnden E-Learning-Angebotes abzuwägen, in welchem Maße vorhandene Lehr-/Lernmaterialien verwendet und ggf. überarbeitet bzw. neue Lehr-/Lernmaterialien entwickelt werden. Dabei ist es möglicherweise bereits hier notwendig, Vorgaben des Auftraggebers oder des Bildungsanbieters hinsichtlich Gestaltung, Strukturierung oder bevorzugten Medientypen zu beachten. Die Entwicklung bzw. Einbindung von Richtlinien und Styleguides erfolgt dann später in der Phase ROME Umsetzung.

Der Einsatz bestimmter Lehr-/Lernmaterialien kann durch Lehr-/Lernziele, Lehr-/Lerninhalte oder Lehr-/Lernformen bereits festgelegt sein. So sollten zum Beispiel beim Thema »Mobiles Lernen« zumindest beispielhaft mobile Technologien und Medien eingesetzt werden. Entsprechende Hinweise sind im Rahmenkonzept bzw. in den bereits erstellten Detailkonzepten möglicherweise schon enthalten. In jedem Fall sollten diese Dokumente analysiert werden, um Abhängigkeiten zu identifizieren und berücksichtigen zu können.

Die verfügbaren wie die neu zu entwickelnden Lehr-/Lernmaterialien werden beschrieben und den Lehr-/Lerninhalten sowie den Lehr-/Lernformen zugeordnet. Eine ausführliche und zielorientierte Beschreibung ist Grundlage für die Abschätzung des Anpassungs- bzw. Entwicklungsaufwandes sowie Voraussetzung für die Umsetzung der Lehr-/Lernmaterialien in der folgenden Phase »Umsetzung«.


[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • Kerres, Michael (2001): Multimediale und telemediale Lernumgebungen. Einsatz und Entwicklung. München: Oldenbourg
Es ist ein Lehrbuch, das schwerpunktmäßig die Phasen Konzeption und Umsetzung von E-Learning-Angeboten behandelt. Der Einsatz von Lehr-/Lernmaterialien wird in Kapitel 8 beschrieben.

[bearbeiten] Phase ‚Detailkonzepte’ managen und evaluieren

Im Vorgehensschritt Phase ‚Detailkonzepte’ managen und evaluieren werden Verlauf und Ergebnisse aller Vorgehensschritte der Phase ROME Detailkonzepte überprüft. Projektmanager, Anforderungsmanager und Evaluator berücksichtigen dabei sowohl inhaltliche Aspekte als auch Aspekte des Projektmanagements, des Qualitätsmanagements, des Kommunikationsmanagements und des Änderungsmanagements, um Probleme rechtzeitig zu erkennen und geeignet gegensteuern zu können.

[bearbeiten] Übersicht

Bezeichnung V3.5 Phase ‚Detailkonzepte’ managen und evaluieren
Ziel Verlauf und Ergebnisse aller Vorgehensschritte der Phase »Detailkonzepte« sind überprüft, ggf. wurde nachgesteuert.
Aktivitäten
  • Überprüfung des aktuellen Standes des Entwicklungsprojektes in Hinblick auf inhaltliche Aspekte (Entsprechung von Bildungszielen und Lehr-/Lernziele, Entsprechung von Rahmenkonzept und den verschiedenen Detailkonzepten, Eignung für den Bildungsbedarf und die Zielgruppe, Erfüllung der Erwartungen des Auftraggebers und anderer beteiligter und betroffener Personen, etc.)
  • Überprüfung von Verlauf und Ergebnissen der Vorgehensschritte, ggf. Nachsteuerung:
    • Einhaltung von Zeit- und Kostenplänen (Projektmanagement)
    • Vorhandensein und Vollständigkeit der Artefakte und sonstiger Dokumente (Qualitätsmanagement)
    • Nachvollziehbarkeit und Transparenz von Entscheidungen und des Informations- und Kommunikationsstands aller Beteiligten

(Kommunikationsmanagement)

    • Dokumentation von Änderungswünschen aller Beteiligten, Entscheidung über deren Annahme und Nachverfolgung

(Änderungsmanagement)

  • Entscheidung über die Fortsetzung des Entwicklungsprojektes
Eingehende Artefakte
Entstehende Artefakte
Methoden
Rollen
Phase ROME Detailkonzepte
Vorhergehender Vorgehensschritt Detailkonzept ‚Lehr-/Lernmaterial’ erstellen
Nachgehender Vorgehensschritt -

[bearbeiten] Ratgeber

Der Vorgehensschritt »Phase ‚Detailkonzepte’ managen und evaluieren« überprüft Verlauf und Ergebnisse aller Vorgehensschritte der Phase »Detailkonzepte« sowohl in Hinsicht auf inhaltliche als auch in Hinsicht auf formale Aspekte. Dabei soll in erster Linie ermittelt werden, ob das begonnene Entwicklungsprojekt fortgesetzt werden kann oder ob es besser ist, dass Entwicklungsprojekt aufgrund von in der Phase »Detailkonzepte« erlangten Erkenntnissen abzubrechen.

Die folgenden Fragen berücksichtigen vorwiegend inhaltliche Aspekte:

  • Wurden die Lehr-/Lernziele auf Basis der Bildungsziele festgelegt? Sind sie so formuliert, dass die Zielerreichung überprüft werden kann?
  • Basieren die einzelnen, in dieser Phase erarbeiteten Detailkonzepte zu Lehr-/Lerninhalten, Lehr-/Lernformen und Lehr-/Lernmaterialien auf dem in der vorhergehenden Phase erarbeiteten Rahmenkonzept? Ist jedes einzelne von ihnen ausreichend detailliert, nachvollziehbar dokumentiert, in sich konsistent und zur Erreichung der spezifizierten Lehr-/Lernziele geeignet?
  • Kann der erhobene Bildungsbedarf mit Hilfe des bisher konzipierten E-Learning-Angebotes voraussichtlich befriedigt werden?
  • Ist das konzipierte E-Learning-Angebot für die Zielgruppe geeignet?
  • Können die Erwartungen des Auftraggebers erfüllt werden? Können die Erwartungen der beteiligten und betroffenen Personen ausreichend gut erfüllt werden?

Die folgenden Fragen helfen zu erkennen, inwieweit beim Management des Entwicklungsprojektes nachgesteuert werden muss:

  • Kann das Entwicklungsprojekt wirtschaftlich bearbeitet werden? Stehen ausreichend Projektmittel zur Verfügung? Kann auf qualifiziertes Fachpersonal (ggf. externe Dienstleister) zurückgegriffen werden? Ist ausreichend Zeit vorhanden? (Projektmanagement)
  • Sind alle erhobenen Daten ausreichend gut dokumentiert? Sind alle getroffenen Entscheidungen nachvollziehbar? (Qualitätsmanagement)
  • Sind alle am Entwicklungsprojekt Beteiligten ausreichend informiert? Herrscht Einigkeit über die Vorgehensweise und die zu erreichenden Ziele? Wurden eventuelle Missverständnisse aufgedeckt und ausgeräumt? (Kommunikationsmanagement)
  • Wurden eventuelle Änderungswünsche dokumentiert? Wurde bereits entschieden, wie mit dem Änderungswunsch zu verfahren ist oder wann eine Entscheidung darüber getroffen werden kann? (Änderungsmanagement)

Wenn bei Beantwortung dieser Fragen Mängel in Bezug auf den Verlauf oder die Ergebnisse von Vorgehensschritten erkannt werden, kann – wenn möglich und erforderlich – für diese Phase noch nachgearbeitet werden. In jedem Fall können aber für die folgenden Phasen Maßnahmen ergriffen werden, um das Entwicklungsprojekt effizienter zu gestalten und qualitativ bessere Ergebnisse zu erhalten.

Im Vergleich zum Abschluss der Phase ROME Rahmenkonzept herrscht nun größere Klarheit in Hinblick auf das zu entwickelnde E-Learning-Angebot und den Verlauf des Entwicklungsprojektes. Projektmanager, Anforderungsmanager und Auftraggeber sollten aber wiederum gemeinsam abwägen, ob die weitere Bearbeitung des Entwicklungsprojektes sinnvoll ist. Ist bereits jetzt erkennbar, dass der Bildungsbedarf mit Hilfe des bisher konzipierten E-Learning-Angebotes nicht befriedigt werden kann oder dass die zur Verfügung stehenden Projektmittel nicht ausreichen, so sollte das Entwicklungsprojekt anders ausgerichtet oder im schlimmsten Fall abgebrochen werden.

[bearbeiten] Literaturempfehlung

  • Bortz, J./ Döring, N. (2003): Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler. 3. überarb. Aufl. Berlin: Springer
Es enthält ausführliche Erläuterungen unter anderem zur Vorbereitung und Durchführung von Evaluationen.
  • Litke, H.-D. (2004): Projektmanagement. 4. überarbeitete und erweiterte Auflage. München: Hanser Wirtschaft Verlag sowie
  • Burghardt, M. (2002): Projektmanagement - Standarswerk für Projektbeteiligte. Erlangen: Publicis Corporate Publishing.
Dies sind Standardwerke, die ausführlich und verständlich in die Grundlagen des Projektmanagements einführen.


[bearbeiten] Ansprechpartner

  • Dr. Sybille Hambach, Steffen Malo (Fraunhofer IGD Rostock)
Persönliche Werkzeuge