Mobile Learning

Aus Fachkompetenzen zu E-Learning in Mecklenburg-Vorpommern

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die verbesserten Anzeigemöglichkeiten auch bei kleinen Geräten ebnen den Weg für Mobiles Lernen. Leichtgewichte und Alleskönner wie Notebook, PDA und Mobiltelefon ermöglichen den über drahtlose Verbindungen den Zugriff auf das Internet. Damit werden auch Lerninhalte von unterwegs erreichbar. Die Informationen können dabei textlich, grafisch, animiert oder auch als Podcast aufbereitet sein.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Technische Gesichtspunkte

[bearbeiten] Mobilität & Verfügbarkeit der Netze

Ein Endgerät ist jedoch nur soweit mobil bei der Nutzung mobiler Dienste, wie das vorhandene Netz es zulässt. Sie können dabei drei Mobilitätsgrade unterscheiden:

  • Die punktuelle Mobilität erlaubt mobilen Endgeräten das Betreiben an verschiedenen stationären Anschlussdosen. Ein Beispiel dafür ist der Zugang zum Internet über eine ISDN-Anlage.
  • Bei der lokalen Mobilität kann sich eine Person mit einem mobilen Endgerät im Bereich einer Sendestation frei bewegen. Ein Beispiel dafür ist Wireless LAN. (W-LAN)
  • Ständige oder volle Mobilität erreicht eine Person mit einem mobilen Endgerät, wenn sie kontinuierlich und zum größten Teil ortsunabhängig einen Zugang zum Netz hat. Ein Beispiel dafür ist das Mobilfunknetz. (GPRS,UMTS)

Eine Einschränkung der Mobilität in drahtlosen Netzen ergibt sich durch:

  • die Verbreitung des genutzten Netzes
  • der Ausstattung des genutzten Endgerätes
  • die Kompatibilität des Endgerätes mit dem vorhandenen Netzen

[bearbeiten] Bewertung mobiler Endgeräte

Prinzipiell müssen Geräte, die sich zum M-Learning eignen sollen, folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Lernende müssen direkt darauf zugreifen können, d. h. die Gerät immer steht mit sich tragen.
  • Die Geräte müssen rechenfähig sein, d. h. Informationen werden gemäß eines Programms verarbeitet.
  • Es sollte die Möglichkeit vorhanden sein, bestimmte Daten zu speichern (z.B. Lesezeichen).
  • Die Geräte sollten mit anderen Geräten kommunizieren können (u. a. um Mobilität zu unterstützen), zum Beispiel per Infrarot, Bluetooth, oder per Datenkabel.

Für die Eignung der mobilen Geräte für ein bestimmtes M-L-Szenario spielen folgende Fragen eine entscheidende Rolle:

  • Wie hoch ist der Mobilitätsgrad? Wie komfortabel ist die Bedienbarkeit?
  • Welche Schnittstellen stehen für den Datenaustausch zur Verfügung?
  • Welches Betriebssystem wird verwendet?
  • Für welchen typischen Einsatz sind sie konzipiert?

Die Bedienbarkeit eines Gerätes ergibt sich aus den Ein- und Ausgabemöglichkeiten für den Nutzer. Informationen werden größtenteils über das Display ausgegeben und nur zum geringen Teil als Audioinformationen. Die Eingabe kann über Keyboard, Maus, Stift, Touch Pad, … erfolgen.

[bearbeiten] Schittstellen machen mobil

Als Schnittstellen für mobile Geräte werden Infrarot, Bluetooth, W-LAN und Dockingstationen angesehen. Warum machen diese Schnittstellen mobil? Zum Einen kann ein Notebook (ohne UMTS-Karte) über eine Datenverbindung zum Mobiltelefon eine Internetverbindung über das Mobilfunknetz nutzen. Das Mobiltelefon arbeitet quasi als Modem zwischem den Notebook und dem mobilen Netz. Zum Anderen können Daten, die auf einer Exkursion gesammelt wurden (Bilder, Töne, Notizen ...) über eine Schnittstelle an einen PC übergeben werden zur weiteren Verwendung.

[bearbeiten] IrDA als Daten-Schnittstelle

Der Infrarotanschluss hat sich zum Standard bei den meisten PDAs entwickelt. Zwei Geräte die einen Infrarotadapter besitzen können unter Benutzung des IrDA-Standardprotokolls (IrDA - Infrared Data Association) miteinander kommunizieren. Die hohe Anfälligkeit der Verbindung für einfallendes Streulicht kann allerdings zu einem Problem werden.

[bearbeiten] Bluetooth als Daten-Schnittstelle

Bluetooth wurde zur Ablösung der Infrarottechnologie entwickelt. Auch hier benötigen die jeweiligen Geräte einen eigenen Anschluss. Bluetooth kommt vor allen Dingen bei modernen Mobiltelefonen zum Einsatz, Anschlüsse können aber auch für PCs, Notebooks und PDAs erworben werden. Die Reichweite der Funkverbindung beträgt 30 m. Es ist auch eine Verstärkung des Signals und damit eine Reichweite von bis zu 100 m möglich.

[bearbeiten] Dockingstation als Daten-Schnittstelle

Diese Schnittstellenform ist vorrangig bei Handheld-Geräten üblich. Dafür wird zusätzlich zum eigentlichen PDA eine externe "Halterung" (die Dockingstation) mitgeliefert. Ein Datenaustausch kann nur erfolgen, wenn das Gerät in der Halterung ruht.

Dockingstationen sind auch eine gute Alternative für leichte Notebooks. Zum mobilen Arbeiten nutzen Sie nur den kleinen, leichten Teil. Für stationäres Arbeiten in der Dockingstation kann dann dort die Peripherie in großem Umfang genutzt werden.

Die Dockingstation selbst kann über einen seriellen oder einen USB-Anschluss mit dem PC verbunden werden. Nebenbei lädt sie die Batterien des Handhelds auf. Zusätzlich wird für den Datenaustausch eine spezielle Software benötigt. Diese Tatsachen erschweren den "spontanen" Datenaustausch mit "fremden" Computern.

[bearbeiten] Besondere Funktionen mobiler Geräte

Tablett-PC

  • Wechsel zwischen horizontaler und vertikaler Bildschirmdarstellung, ohne das Gerät neu starten zu müssen
  • Stifteingabe
  • gute Handschriftenerkennung
  • i.d.R. kein berührungssensitiver Bildschirm (Touchscreen)

Für angepasste Anwendungen lassen sich viele Funktionen mit dem Stift erledigen, für die bislang Tastatur und Maus notwendig waren. Zur Software von Tablett-PCs gehört auch eine Handschrifterkennung. Sie können also direkt in die aktuelle Anwendung hineinschreiben, zum Beispiel Messergebnisse in eine Exceltabelle.

PDAs,

Personal Digital Assistents sind miniaturisierte portable Computer mit Organizerfunktion. Palm und Pocket PC sind die bekanntesten. Palm oder Palm-Size bedeutet übersetzt "Handflächengröße" und gibt auch gleich Auskunft über das Format der handlichen Geräte. Sie passen bequem in die Jackentasche. Die Haupteingabemöglichkeit ist die Stifteingabe.

Oft bieten sie auch die Möglichkeit, E-Mails zu empfangen, im Internet zu surfen, MP3s zu hören oder Games zu spielen und auch Powerpoint-Präsentationen oder Bilder einer Digitalkamera zu bearbeiten. PDAs verfügen bereits über Standard-Programme welche die alltäglichen Büro-Anwendungsfälle abdecken die auch zur Organisation und Durchführung von M-Learning genutzt werden können.

Smartphones

Möchte Sie ein Smartphone für M-Learning-Szenarien nutzen, zeigen sich ein Nachteil. Wegen seiner Größe bleibt nicht viel Platz für ein „vollwertiges Keyboard“. Lernende, die bereits mit dem Schreiben einer SMS überfordert sind lassen sich kaum dazu animieren, irgendwelche anderen Texteingaben am Telefon vorzunehmen. Deshalb beim M-Learning immer auf Geräte mit Touchscreen und Stifteingabe verweisen.

Ultra Mobile PCs

...oder doch HTC ??? bitte ergänzen wer mag :)

[bearbeiten] didaktische Gesichtspunkte

Das mobile Lernen bietet eine Vielzahl neuer Möglichkeiten des elektronischen Lernens. M-Learning als eigenständiges didaktisches Modell konzipiert werden. Gleichbedeutend M-L auch als ergänzendes Szenario für E-Learning. Zum Einen können Lerninhalte im Web abgelegt für mobile Geräten per WAP (Wireless Application Protocol) zugänglich gemacht werden. Zum Anderen können die Lernergebnisse über moile Netze oder diverse Schnitstellen in verschiedne Web 2.0 Anwendungen (Wikis, Mobiblogs ...) übertragen werden. Es gibt auch eine Polarisierung zwischen M-Learning im Gesamtkonzept und als individuelles Softwareangebot. Komplexe M-L-Kursangeboten gegen über Trainie- und Drillanwendungen für Mobile Endgeräte. Um die Möglichkeiten von M-Learning abschätzen zu können, wurde eine Vielzahl von Untersuchungen und Projekten vom Staat und der freien Wirtschaft ins Leben gerufen und gefördert. Neben den Projekten existiert bereits eine Menge kleinerer M-Learning-Anwendungen, die für jeden Kundenkreis verfügbar sind. Der Transfer der mobilen Lernszenarien aus den Pilotprojekten heraus in das betriebliche Lernen und die berufsbegleitende Fortbildung stellt für in naher Zukunft eine große Herausforderung dar.

[bearbeiten] Konzeption

Hier eine denkbare Vorgehensweise:

  • Ein für M-Learning geeignetes Thema wählen.
  • Erwartungen an solches M-Learning-Angebot aus Lernersicht formulieren.
  • Szenario entwerfen
    • M-Learning pur bzw. in E-Learning integriert ?
    • Didaktischen Ansatz wählen.
    • Den gewünschten und den möglichen Mobilitätsgrad beschreiben.
    • Umreißen der organisierten Lernprozesse.
    • Benennen notwendiger besondere tutorielle Kompetenzen.
    • Beschreiben notwendiger technische Kompetenzen seitens der Lernenden.
    • Skizzieren der Initiationsphase (geplanten Hilfestellungen und Kommunikationsabläufe:
      • Wer mit wem, wann und wie?
  • Technische Basis beschreiben
    • Welche Netze werden genutzt?
    • Welche Dienste werden genutzt?
    • Zu verwendende Endgeräte bestimmen.
    • Betriebssysteme und lauffähige Anwendungen eruieren
  • Lerninhalte vorbereiten
    • Gliederung in kleinste Lernobjekte
    • Wahl der passenden Medien
  • Werkzeuge für Produktion auswählen

[bearbeiten] Links und Literatur

mobilelearningarena[1]

Projekt Jura-Wiki für Palms [2]

TreeID zur Baumerkennung in Nord-Europa. [3]

www.mobile-education.de [4]

www.elibera.com [5]

Erfahrungsbericht über die Entwicklung und Erprobung eines Kurses für mobiles Lernen von Georg Ströhlein PDF von der Webseite der Fern-Uni Hagen [6]

Döring, Nicola "Kompendium M-Learning" [7]
Mit Handy, Handheld und Notebook erfolgreich lehren und lernen (Erscheinungstermin: Oktober 2009)

[bearbeiten] Ansprechpartner

Ein Ansprechpartner zu diesem Thema ist Birgitt Achinger (LiNK MV).

Persönliche Werkzeuge