Lightweight Game Development

Aus Fachkompetenzen zu E-Learning in Mecklenburg-Vorpommern

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Lightweight Game Development ist ein Konzept zur Reduktion kostenintensiver Aspekte der Spieleentwicklung, um im Bildungsbereich der Zielgruppe, dem Bildungsbedarf und eben dem Budget entsprechend angemessene Lernspiele entwickeln zu können.

Die Entwicklung von Vollpreis-Computerspielen (auch AAA genannt) benötigt zurzeit etwa Budgets von 5 bis 10 Millionen Euro. Teams von 50 bis 150 Personen arbeiten zwei bis drei Jahre an der Entwicklung. Diese Kosten sind nur machbar, wenn große Stückzahlen verkauft werden.

Lernspiele haben aufgrund ihrer Inhalte oft nur eine kleine Zielgruppe. Eins der bestverkauften Lernspiele Physikus wurde weltweit etwa 200.000mal verkauft. Übliche Verkaufszahlen sind 10.000 bis 20.000 Stück. Zum Vergleich, von den „Sims“ wurden bis 2004 etwa 35 Millionen Stück verkauft.

Lightweight Game Development stellt Methoden zur Verfügung, die den Aufwand der Entwicklung von Lernspielen reduzieren. Dabei skaliert man bestimmte Aspekte von Lernspielen (wie z. B. Grafik, Sound, künstliche Intelligenz, Story, Charaktere, Interaktion usw.) unter dem Fokus eines hohen Lernerfolges. Für jeden Aspekt des Spiels existiert eine Reihe von Ansätzen und Methoden mit unterschiedlichen Aufwänden von einfachen bis komplexen Lösungen, So kann basierend auf den Vor- und Nachteilen der Ansätze und ihren Auswirkungen auf die Spiel- und Lernziele sehr genau und kostenreduzierend eine konkrete Ausprägung der Entwicklung gewählt werden.

Beispielsweise kann anhand von verschiedenen Kriterien festgelegt werden, ob computergenerierte Charaktere (Non Player Character, NPC) eher einfach gehalten werden oder ob sie tiefgründig und mit einer umfangreichen Hintergrundgeschichte prägender Bestandteil des Spiels sind. Ebenso können die anderen oben erwähnten Aspekte mit genau dem richtigen Aufwand realisiert werden.

[bearbeiten] Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner für dieses Thema sind:

  • Holger Diener, Fraunhofer IGD Rostock
  • Dr. Sybille Hambach, Fraunhofer IGD Rostock
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