Glossar

Aus Fachkompetenzen zu E-Learning in Mecklenburg-Vorpommern

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Das Glossar erklärt Begriffe aus dem Rostocker Modell zur systematischen Entwicklung von E-Learning-Angeboten.


Anforderungsmanager – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell

Artefakt – strukturierte Beschreibung von Ergebnissen oder Entscheidungen

Artefaktsammlung – Gesamtheit der im Entwicklungsprojekt entstehenden Artefakte; Teil des Vorgehensmodells

Auftraggeber – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell


Behavioristische Lerntheorie – Psychologische Theorie über das Lernen mit der Grundannahme, dass Lernergebnisse in Form von nachfolgenden Verhaltensänderungen messbar sind

Bildung – lebenslanger Prozess der Integration erlernter Sachverhalte, von Lebenserfahrung und Kommunikation; zugleich auch Ergebnis dieses Prozesses

Bildungsanbieter – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell

Bildungsbedarf – »objektiver« Bedarf an bestimmten Qualifikationen, Kompetenzen oder Lehr-/Lerninhalten; wird durch den Auftraggeber für das E-Learning-Angebot vorgegeben oder bei den Lernenden erfragt

Bildungsziel – durch das E-Learning-Angebot angestrebtes Ziel in Bezug auf die Bildung der Lernenden

BLOB – Binary Large Object; großes Objekt in beliebigem Format, dessen innere Struktur nicht weiter relevant ist


CBT – Computer Based Training; wird verwendet für Lehr-/ Lernmaterialien, die auf CD-ROM oder DVD vorliegen und für deren Benutzung keine Internetanbindung erforderlich ist

Chat – Form der internetbasierten, synchronen Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Personen; wird auch für entsprechende Computerprogramme verwendet


Didaktik – Wissenschaft ( oder Kunst!) von der Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens

Didaktiker – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell

Didaktisches Konzept – schlüssiges (Gesamt-) Konzept zur Verwendung und Unterstützung verschiedener Formen des Lehrens und Lernens


E-Learning – Lehren und Lernen mit Hilfe von Computer und Internet

E-Learning-Angebot – eine konkrete Bildungsmaßnahme, die für eine bestimmte Zielgruppe entwickelt und unter Verwendung von E-Learning durchgeführt wird, hier zugleich Gesamtheit aller im Verlauf des Entwicklungsprojektes entstehenden Konzepte und Lehr-/Lernmaterialien

Entwicklungsprojekt – hier: einmaliges Vorhaben zur Entwicklung eines E-Learning-Angebotes beginnend mit der Analyse des Bildungsbedarfes über Konzeption, Umsetzung und Einführung bis hin zur Durchführung mit den Lernenden

Evaluation – hier: Verfahren zur Messung und Bewertung der Qualität von (Teilen vom) E-Learning-Angebot und (Teilen vom) Entwicklungsprojekt

Evaluator – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell


Fachautor – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell

Fachgebiet – Themenbereich, der Gegenstand einer beruflichen Spezialisierung sein kann

Fähigkeiten – Gesamtmenge des angeborenen wie des erlernten Könnens

Fertigkeiten – zumeist in Lernprozessen erworbenes Können, das relativ verfestigt und automatisiert ist; basiert auf Fähigkeit, Übung und Motivation

Forum – Computerprogramm zur internetbasierten, asynchronen Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Personen Gender Mainstreaming – Versuch, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen; hier: Berücksichtigung der sozialen Geschlechterrollen aller am Entwicklungsprojekt beteiligten Personen mit dem Ziel, Männern und Frauen mit ihren unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten und Interessen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen


Handlungshilfen – Art und Weise der Beschreibung von Sachverhalten, die dem Leser das Verständnis und die Anwendung erleichtern sollen

HTML – Hypertext Markup Language; Sprache zur Beschreibung von Texten und Strukturen; wurde in Verbindung mit dem World Wide Web entwickelt, wird heute aber auch in anderen Kontexten verwendet

Hypertext – nicht-lineare Organisation von Text und anderen digitalen Medien in einer netzartigen Struktur


Internetanbindung – Art und Weise der Verbindung eines Computers oder eines anderen technischen Gerätes mit dem Internet

IT-Entwickler – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell


Kenntnisse – Wissen über einen Sachverhalt Kognitivistische Lerntheorie – Psychologische Theorie über das Lernen mit der Grundannahme, dass aufgenommene Informationen durch das Gehirn in spezifischer Weise verarbeitet werden

Kommunikation – wechselseitiger Austausch von Informationen durch zwei oder mehrere Personen; auch: wechselseitiger Austausch von Daten durch technische Geräte

Kompetenz – prinzipielle Fähigkeit, etwas zu tun

Konstruktivistische Lerntheorie – Psychologische Theorie über das Lernen mit der Grundannahme, dass Wissen durch den Lernenden in Abhängigkeit von Vorwissen, Situation und Interaktion mit der Umwelt selbst konstruiert wird

Kontext – Rahmenbedingungen, Umfeld; inhaltlicher, sachlicher oder situativer Zusammenhang

Konzepter – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell


LCMS – Learning Content Management System; Lernplattform mit spezifischem Funktionsumfang

Lehr-/ Lernformen – alle Kontexte, die in irgendeiner Form Lehren und Lernen bedingen oder ermöglichen, hier: Gesamtheit aller Konstellationen, Methoden und Werkzeuge, die für die Ausgestaltung des E-Learning-Angebotes ausgewählt und verwendet werden

Lehr-/Lerninhalte – Gesamtheit aller thematischen Zusammenhänge, die den Lernenden mit dem E-Learning-Angebot vermittelt werden

Lehr-/Lernmaterial – Gesamtheit aller Mittel, die zum »Transport« von Lehr-/Lerninhalten entwickelt und verwendet werden

Lehr-/Lernziele – hier: Ziele, die infolge des E-Learning-Angebotes erreicht werden sollen; Unterscheidung von Richtzielen, Grobzielen und Feinzielen

Lehrende – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell

Lernen – Aneignung oder Veränderung von Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einstellungen und Verhaltensweisen durch Verknüpfung von vorhandenem Wissen mit neuen Informationen; basiert auf Gedächtnisleistungen; ist nicht beobachtbar, sondern lässt sich nur aus Verhaltensänderungen von Individuen oder durch Kommunikation erschließen

Lernende – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell

Lernplattform – Computerprogramm, das E-Learning ermöglicht; zum Beispiel LMS, LCMS, etc.

Lernstil – Modell unterschiedlicher Herangehensweisen von Menschen an das Lernen

Lernzielvereinbarung – Dokument zur Beschreibung der Rechte und Pflichten von Bildungsanbieter, Lehrenden und Lernenden; kann Bestandteil des Vertrages zwischen Bildungsanbieter und Lernenden sein

LMS – Learning Management System; Lernplattform mit spezifischem Funktionsumfang Materialtyp – Art von Lehr-/Lernmaterial; zum Beispiel CBT, WBT, Print, etc.


Medienablage – spezialisiertes Artefakt, das die Ablage großer Mengen von digitalen Medien und den sie beschreibenden Daten ermöglicht; kann als Dateisystem oder als Datenbank realisiert sein

Mediendesigner – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell

Medienformat – Format, in dem ein digitales Medium vorliegt; zum Beispiel HTML, XML, GIF, JPG, MPG, etc.

Medientyp – Art von Lehr-/ Lernmedien; zum Beispiel Text, Grafik, Foto, Audio, Video, Animation, etc.

Medium – Träger oder Übermittler von etwas; hier: Träger von Lehr-/Lerninhalten, Synonym für digitale Medien oder neue Medien; siehe Medientyp

Metadaten – Daten über Daten; hier: Daten zur Beschreibung von Lehr-/Lernmaterialien oder Lehr-/Lernmedien

Methode – inhaltsneutrale Beschreibung der Art und Weise, in der Aktivitäten durchzuführen sind um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen

Methodensammlung – Gesamtheit der im Entwicklungsprojekt verwendeten Methoden; Teil des Vorgehensmodells

Mindmap – grafische Darstellung einzelner Aspekte und ihres inhaltlichen Zusammenhangs

Motivation – Richtung des aktuellen Verhaltens; zumeist orientiert an Zielen, Motiven oder Bedürfnissen


Online-Phase – Abschnitt eines E-Learning-Angebotes, in dem vorwiegend im Internet unter Verwendung einer Lernplattform gelernt und gelehrt wird


Präsenzveranstaltung – Abschnitt eines E-Learning-Angebotes, in dem die Lehrenden und Lehrenden zur selben Zeit am selben (realen) Ort zusammenkommen

Projektmanager – Rolle im Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell

Projektmittel – zur Bearbeitung des Entwicklungsprojektes zur Verfügung stehende Mittel einschließlich Fachpersonal, Sachmittel und Zeit

Prozess – sachlogische Folge


Qualifikation – Fähigkeit einer Person, eine bestimmte Tätigkeit über einen längeren Zeitraum auf einem bestimmten Niveau ausüben zu können


Referenzmodell – allgemeines, eher abstraktes Modell, das für eine Klasse von Sachverhalten gültig oder anwendbar ist

Rolle – Beschreibung der Voraussetzungen, die zur Ausübung einer Klasse von Aktivitäten erforderlich sind, und Beschreibung von Aufgaben im Entwicklungsprojekt

Rollenmodell – Gesamtheit der im Entwicklungsprojekt erforderlichen Rollen; Teil des Vorgehensmodells


Selbstlernphase – Abschnitt eines E-Learning-Angebotes, in dem vorwiegend selbstständig und eigenverantwortlich gelernt wird

Sequenzierung – Gestaltung der Reihenfolge von Elementen einer Menge aufgrund ihrer Eigenschaften; hier: Gestaltung der Reihenfolge von Lehr-/Lerninhalten

Standard – Technik, Computerprogramm oder Format, welches anerkannt und weit verbreitet ist

Styleguide – Sammlung von Richtlinien oder Empfehlungen zur Gestaltung von digitalen Medien oder Computerprogrammen

Stylesheet – Datei mit Regeln zur Darstellung von Elementen auf dem Bildschirm des Computers


Team – Gruppe von Mitarbeitern am Entwicklungsprojekt; siehe Rollenmodell

Transfer – Übertragung von erlernten Sachverhalten in den Lebens- bzw. Arbeitskontext des Lernenden; Voraussetzung für die Anwendung von Erlerntem


Variante – leicht veränderte Form, Abwandlung; hier: Prinzip des systematischen Verfahrens, das zur Suche nach alternativen Lösungsmöglichkeiten auffordert

Vorgehensmodell – abstrakte Beschreibung eines idealen Entwicklungsprozesses durch Spezifikation einer Folge von Vorgehensschritten; enthält ein Rollenmodell, eine Methodensammlung und eine Artefaktsammlung

Vorgehensschritt – zusammenhängend auszuführende Aktivitäten, in deren Ergebnis Artefakte entstehen


WBT – Web Based Training; wird verwendet für Lehr-/ Lernmaterialien, die im World Wide Web zur Verfügung stehen und für deren Benutzung eine Internetanbindung erforderlich ist Webadresse (statt URL) – Zeichenfolge zur Identifizierung einer Webpräsenz oder einer Webseite

Webdidaktik – Kombination von didaktischen Ansätzen, die die Aufbereitung von E-Learning-Angeboten oder die Strukturierung von Webpräsenzen ermöglicht

Webpräsenz – Zusammenhängendes Informationsangebot im World Wide Web, das mit Hilfe einer Webadresse identifiziert werden kann

Werkzeug – Hilfsmittel zur Durchführung von Aktivitäten; hier: Synonym für Computerprogramm

Wiki – Webpräsenz, die sowohl gelesen als auch geändert werden kann

Wissen – Gesamtheit aller Informationen und ihrer Zusammenhänge


XML – Extensible Markup Language; erweiterbare Sprache zur Beschreibung von Texten und Strukturen; wurde in Verbindung mit dem World Wide Web entwickelt, wird heute aber auch in anderen Kontexten verwendet


Zertifizierung – Verfahren zum Nachweis der Einhaltung bestimmter Standards durch Personen, Produkte oder Dienstleistungen

Zielgruppe – Gruppe von Personen, an die sich eine Dienstleistung oder ein Produkt wendet; hier: Gruppe von Personen, bei denen ein Bildungsbedarf auftritt oder vermutet wird



[bearbeiten] Ansprechpartner

  • Dr. Sybille Hambach (Fraunhofer IGD Rostock)
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