Content Sharing

Aus Fachkompetenzen zu E-Learning in Mecklenburg-Vorpommern

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Der engl. Begriff Content Sharing bezeichnet die Mehrfachnutzung von digitalen Lerninhalten (engl. Content) durch ein oder mehrere Bildungsanbieter in unterschiedlichen Lehr- und Lernszenarien mit dem Ziel der Kostenteilung bei der Entwicklung von Lerninhalten.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Content Sharing, was bedeutet das?

Die Erstellung qualitativ hochwertiger Lerninhalte für E-Learning ist zeit- und kostenaufwendig. Ein vielversprechender Ansatz zur Kostenreduzierung ist das so genannte Content Sharing. Dabei werden die Lerninhalte in Form von Modulen aufbereitet, die man dann durch einfache Kombination in unterschiedlichen Lernszenarien wieder verwenden kann. Verfährt man nach diesem Prinzip, können Anbieter von Lernmodulen einmal entwickelte Lerninhalte mehrfach anbieten, wodurch eine bessere Refinanzierung möglich wird. Bildungseinrichtungen können wiederum kostengünstiger E-Learning - Inhalte nutzen und sind nicht gezwungen, die aufwendige Content-Produktion vollständig selbst zur organisieren und zu finanzieren.

Der Gesamtprozess des Content Sharings kann in die Teilprozesse Content-Erstellung, Content-Archivierung und Bereitstellung, Content-Recherche und Content-Nutzung unterteilt werden. Jeder Teilprozess kann durch unterschiedliche Software-Werkzeuge technologisch unterstützt werden. Diese werden durch die am Content Sharing beteiligten Personengruppen genutzt.

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[bearbeiten] Was braucht man für Content Sharing?

Learning Objekt Repository (LOR) Um Content-Sharing zu realisieren, braucht man zunächst einmal eine Sammlung von Lernobjekten (LOR: Learning Objekt Repository). Diese Lernobjekte sollten von ihrem Inhalt her für eine Mehrfachnutzung geeignet sein. Weiterhin müssen sie so aufgebaut und programmiert sein, dass sie auf vielen Plattformen lauffähig und gut miteinander kombinierbar sind. Diese Eigenschaften werden durch Standards (u.a. SCORM) gesichert.

Beschreibung der Lernobjekte durch Metadaten Sammlungen von Lernobjekten sind nur dann für Content-Sharing geeignet, wenn man darin zielgerichtet nach interessierenden Inhalten suchen kann. Dazu müssen die Lernobjekte mit einer Beschreibung oder einer Art Etikett, den sogenannten Metadaten, versehen werden, woraus erkennbar ist, was für ein Lernobjekt das ist und welche Eigenschaften es hat. Der Aufbau der Metadaten ist ebenfalls standardisiert.

Erstellung von Lernobjekten Lernobjekte können Lernmodule, ganze Kurse oder auch nur einzelne mediale Komponenten sein. Für die effektive Erstellung standardkonformer Lernobjekte benötigt man geeignete Werkzeuge. Dabei geht es um die Erstellung von Lernmodulen aus medialen Komponenten, die Konfiguration von Kursen aus Lernmodulen, die Ergänzung durch Übungs- und Testkomponenten, Glossaren und anderen Übersichten sowie die Zusammenstellung der Metadaten auf unterschiedlichen Ebenen.

Präsentation über Lern-Management-System Die im Rahmen des Content-Sharing aus unterschiedlichen Quellen zusammengefügten E-Learning-Angebote werden dann über ein standardkonformes Lern-Management-System präsentiert.

[bearbeiten] Anforderungen an Software für Content Sharing

Standardkonformität Content Sharing benötigt universell wiederverwendbare Lernmodule. Sie müssen deshalb nach einheitlichen Richtlinien erstellt werden. In der Praxis haben sich dazu Standards etabliert, wie beispielsweise die Spezifikationen des IMS Global Learning Consortium (IMS Content Packaging, IMS Metadata, IMS Learning Design) und der ADL Advanced Distributed Learning Initiative (SCORM). Werkzeuge zur Erstellung share-fähiger Lerninhalte müssen standardkonform sein.

Einfache Bedienung Autorenwerkzeuge sollten so einfach in ihrer Bedienung sein, dass Entwickler ihre gesamte Aufmerksamkeit und Kreativität auf die Erstellung qualitativ hochwertiger Lerninhalte richten können.

Nutzung existenter Werkzeuge Bei der Technologieunterstützung von Content Sharing sollte auf bereits in der Praxis genutzte Werkzeuge zur Content-Erstellung aufgebaut werden.

[bearbeiten] Literatur und Referenzen

  • ANOVA editools [1]
Verschiedene Editoren für digitale Lerninhalte (Module, Glossare, FAQs, Online-Tests, Kurse, Metadaten), die im Rahmen von Content Sharing genutzt werden können
  • Content Sharing [2]
Website des durch das BMWi geförderten Projektes Content Sharing zur Entwicklung innovativer Kooperationsformen zum kommerziellen Austausch von Lernmodulen zwischen Content-Produzenten und Bildungsinstitutionen
  • Copendia Content Markt [3]
Im Projekt Content Sharing entwickelte Plattform zum Handel mit digitalen Lernressourcen
Skalierbarer Baukasten für Learning Object Repositories der ANOVA Multimedia Studios GmbH

[bearbeiten] Ansprechpartner

Ein Ansprechpartner zu diesem Thema ist Dr. Volker Gries (ANOVA Multimedia Studios GmbH).

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